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Klosterlechfeld: Julian Hackl gewinnt wieder den Lechfeld-Cup

Klosterlechfeld

Julian Hackl gewinnt wieder den Lechfeld-Cup

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    Den Lechfeld-Cup gewann Julius Hackl (Mitte) vor Patrick Eibel (links) und Alexander Gerth.
    Den Lechfeld-Cup gewann Julius Hackl (Mitte) vor Patrick Eibel (links) und Alexander Gerth. Foto: Hieronymus Schneider

    Beim 27. Lechfeld-Cup des Steinhebervereins (STHV) Lechfeld war das Festzelt wieder mit weit über 1000 Zuschauern voll besetzt. Michael Riedl heizte als Moderator in seit Jahren bewährter Manier die Stimmung an und führte das zum größten Teil fachkundige Publikum durch die Wettbewerbe. Auf der Bühne standen die beiden Wettkampfsteine, der kleinere für die starken Damen und der größere für die Männer aller Gewichtsklassen. Dazwischen stand noch ein kleiner dekorativerer Stein, der aber immerhin auch etwa 150 Kilogramm wiegt, und das ist der begehrte Wanderpokal des Lechfeld-Cups.

    Diesmal gab es einen mit elf Heberinnen sehr gut besetzten Damenwettbewerb. Wieder mit dabei war die Seriensiegerin früherer Jahre auf dem Lechfeld, Ulli Ertl vom Team Eisenhart aus Ostbayern. Sie belegte einen respektablen vierten Platz und ließ der jüngeren Konkurrenz den Vortritt auf dem Siegertreppchen. Ertl hob den 175 Kilogramm schweren Damenstein mit 71,9 Zentimeter zwar etwas höher als Sina Schramme aus Germersheim, die eroberte aber wegen ihres geringeren Körpergewichts den dritten Platz. 

    Sandra Bradley schafft neuen Weltrekord mit 230 Kilogramm

    Um den Sieg gab es einen Zweikampf zwischen Sabrina Retzer aus Regensburg und der Nürnbergerin Sandra Bradley. Nachdem beide den auf 200 Kilogramm aufgelegten Stein über die 80-Zentimeter-Marke gehoben hatten, setzte Sandra Bradley noch einen Knaller drauf. Sie legte 230 Kilogramm auf und brachte es damit auf eine Höhe von 60,2 Zentimeter. Das war der Sieg und zugleich ein neuer Weltrekord.

    Die Siegerehrung der elf starken Damen mit Sandra Bradley (Mitte).
    Die Siegerehrung der elf starken Damen mit Sandra Bradley (Mitte). Foto: Hieronymus Schneider

    Bei den Männern, die gleich mit dem traditionellen Lechfeldstein aus Granit mit 508 Pfund (254 Kilogramm) anfingen, gab es vier Gewichtsklassen. Bei diesen Wettbewerben gibt es keine vom Körpergewicht abhängige Relativitätswertung. Im Leichtgewicht bis 90 Kilogramm Körpergewicht siegte Sebastian Ziegler mit 83,8 gehobenen Zentimetern vor Leon Schupper und Patrick Unterstab vom STHV Lechfeld. 

    Im Mittelgewicht traten zehn Steinheber mit einem Körpergewicht bis 100 kg an. Unter ihnen war auch der Lokalmatador und Vereinsvorsitzende Andreas Jahn. Er schaffte trotz seiner vielfältigen organisatorischen Aufgaben den dritten Platz mit 64,7 Zentimetern. Vor ihm waren nur noch Thomas Steinacker vom "Kroftstodel Türnau" und der Sieger Franz Ritzer aus Neukirchen beim Heiligen Blut mit 89,7 Zentimetern. 

    Wiedersehen mit früherem Klosterlechfelder Wolfgang Hiller

    In der Schwergewichtsklasse gab es ein Wiedersehen mit dem früheren Aushängeschild der Klosterlechfelder Steinheber. Der 61-jährige Wolfgang Hiller lebt inzwischen in der Schweiz und kehrte noch einmal zum Lechfeld Cup zurück. Diesmal wurde er aber nur Letzter unter den sechs Teilnehmern. Der Sieger hieß Martin Garhammer von den Bayerwald Steinhebern. 

    So schön war das lange Pfingstwochenende in Klosterlechfeld

    Ein spritziger Bieranstich von Bürgermeister Rudolf Schneider.
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    Am Wochenende war in Klosterlechfeld bei herrlichem Sonnenschein viel geboten – gute Stimmung beim Publikum im Festzelt mit Musik, beim Steinheben oder Marktbummel.

    Der Höhepunkt des Abends war der Kampf der elf Superschwergewichtler, die mehr als 110 Kilogramm Körpergewicht auf die Waage bringen. Zwei scheiterten an der Qualifikationshöhe von 40 Zentimetern und auf den Plätzen fünf bis neun kam keiner über den berühmten Meter hinaus. Von den vier verbliebenen Kraftsportlern stieg Martin Stork vom Kroftstodl Türnau bei einem Auflagegewicht von 279 Kilogramm mit gehobenen 81,2 Zentimetern aus. Nun kam es zum Dreikampf derer, die auch dieses Gewicht über einen Meter heraushoben. Sie erhöhten den Stein auf 304 Kilogramm. 

    Sechsstündiger Wettkampf endet mit Pokalvergabe und Nationalhymne

    Nach dem ersten Durchgang führte Patrick Eibel aus Siegen noch mit 78,1 Zentimetern vor den Bayerwäldlern Alexander Gerth vom Verein „Eisenhart“ mit 69 Zentimetern und Julian Hackl aus Finsterau mit 66,3 Zentimetern. Im zweiten Versuch verbesserte sich Gerth nochmals auf 79,3 Zentimeter und holte sich damit den Pokal im Superschwergewicht. Eibel konnte sich nicht mehr verbessern und wurde Zweiter vor Hackl, der wegen Verletzung auf den zweiten Versuch verzichtete.

    Alexander Gerth war der Stärkste unter den Superschwergewichtlern.
    Alexander Gerth war der Stärkste unter den Superschwergewichtlern. Foto: Hieronymus Schneider

    Die drei besten Superschwergewichtler waren auch in der Relationswertung ganz vorne, aber in umgekehrter Reihenfolge. Hier gab das geringste Körpergewicht von Julius Hackl mit 116 Kilogramm den Ausschlag für den Gewinn des Lechfeld-Cups. Damit konnte Hackl seinen Vorjahressieg wiederholen. Eibel wurde zweiter und Gerth Dritter. Beide brachten mehr als 150 Kilogramm auf die Waage. Nach der Pokalverleihung durch Bürgermeister Rudolf Schneider wurde der fast sechsstündige Wettkampf stilvoll mit dem Singen der deutschen Nationalhymne beendet. 

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