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Königsbrunn hat jetzt einen Wahl-O-Mat – aber nicht alle Parteien machen mit – so können Sie ihn nutzen

Königsbrunn

Königsbrunn hat jetzt einen Wahl-O-Mat – aber nicht alle Parteien machen mit

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    Florian Reichardt hat einen Wahl-O-Mat erstellt, der Königsbrunnern bei der Entscheidung helfen soll, wem sie bei der Kommunalwahl ihre Stimme geben.
    Florian Reichardt hat einen Wahl-O-Mat erstellt, der Königsbrunnern bei der Entscheidung helfen soll, wem sie bei der Kommunalwahl ihre Stimme geben. Foto: Sammlung Reichardt, Screenshot koenigsbrunn-waehlt.de

    Neue Baugebiete nur noch mit verpflichtend hohen Energiestandards? Wie Königsbrunns Bürgermeisterkandidaten zu dieser These und 23 weiteren stehen, können Wähler jetzt mit dem Wahl-O-Mat herausfinden. Der Begriff hat sich für eine Internetseite etabliert, die vor Wahlen hilft, die eigenen politischen Positionen mit denen der Parteien zu vergleichen. Für die Kommunalwahlen gibt es das zentrale Angebot der Bundeszentrale für politische Bildung (BpB) aber nicht. Der Königsbrunner Florian Reichardt hat sich darum gekümmert, dass seine Mitbürger eine ähnliche Entscheidungshilfe nutzen können. Aber bisher machen nicht alle Parteien mit.

    Der gebürtige Münchner Reichardt lebt seit einigen Jahren in Königsbrunn. „Ich finde die Stadt sehr lebenswert“, sagt der 46-jährige selbstständige Buchhalter. Er sei ein technisch und politisch interessierter Mensch. Aus dieser Mischung sei der Geistesblitz für den „Königsbrunn Wahl-O-Mat“ entstanden. „Ich habe mir gedacht, das wäre eine gute Möglichkeit, Bürgern einen Überblick zu geben“, so der Familienvater. Vor Bundestagswahlen nutze er selbst häufig den Wahl-O-Mat der BpB. „Ich möchte den Wählern ermöglichen, sich bis zum 8. März ein klares Bild zu machen, jenseits von allgemeinen Wahlplakaten.“

    So kam der „Königsbrunn Wahl-O-Mat“ zustande

    Mithilfe von künstlicher Intelligenz habe er dann die digitale Entscheidungshilfe für die Kommunalwahl gebaut, die Interessierte unter koenigsbrunn-waehlt.de aufrufen können. Dabei habe er auch auf den Datenschutz geachtet. Daten werden laut Reichardt nur lokal auf dem Computer der Teilnehmenden gespeichert.

    Bereits am 2. Februar habe er alle im Königsbrunner Stadtrat vertretenen Fraktionen und Gruppierungen angeschrieben und um eine Stellungnahme zu den 24 Thesen gebeten, in denen es unter anderem um Wohnen, Verkehr, Finanzen und Soziales geht. Aber nicht alle haben geantwortet. Während die Einschätzungen von Bürgermeister Franz Feigl (CSU) und seiner Herausforderer Helmut Schmidt (Grüne), Nicolai Abt (SPD) und Christian Toth (FDP/Herzenssache Königsbrunn) vorliegen, fehlen diese bislang von Christian Ender (FW) und Anita Döbler (AfD).

    Florian Reichardt hofft, dass zwei Königsbrunner Kandidaten noch antworten

    Reichardt sagt: „Dass prominente Akteure offenbar die Zeit für konkrete Sachfragen der Bürger vermissen lassen, ist für mich als unabhängigen Initiator bezeichnend.“ Er hofft, dass die beiden sich noch äußern. Ihre Antworten würde er dann im Wahl-O-Mat ergänzen.

    Parteipolitisch engagiert sei er nicht, so Reichardt. „Es geht mir allein darum, dass wir Königsbrunner am Wahltag eine echte Entscheidungsgrundlage haben.“

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