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Obermeitingen stärkt Generationenbindung durch gezielte Maßnahmen

Obermeitingen

Obermeitingen soll seinen dörflichen Charakter behalten

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    Martin Knischewski (Freie Wählergemeinschaft) will in Obermeitingen Bürgermeister werden.
    Martin Knischewski (Freie Wählergemeinschaft) will in Obermeitingen Bürgermeister werden. Foto: Christian Rudnik

    Warum sind Sie der richtige Mann für das Amt?

    MARTIN KNISCHEWSKI: Obermeitingen steht gut da, befindet sich aber an einem Punkt, an dem wichtige Weichen für die kommenden Jahre gestellt werden müssen. Dafür braucht es einen Bürgermeister, der Entscheidungen vorbereitet, sie klar trifft und nach außen vertritt. Wichtig sind dabei Verwaltungserfahrung, ein realistischer Blick auf Finanzen und die Fähigkeit, unterschiedliche Interessen zusammenzuführen, ohne die eigene Haltung aufzugeben. Mein Anspruch ist es, Verantwortung zu übernehmen und Entscheidungen umzusetzen.

    Bezahlbarer Wohnraum für junge Menschen und Familien

    Was wollen Sie in der Gemeinde verändern?

    KNISCHEWSKI: Mir ist wichtig, dass Obermeitingen seinen dörflichen Charakter behält und sich zugleich weiterentwickelt. Dazu gehört mehr Leben im Ortskern. Leerstände sollten genutzt werden, statt neue, wenig passende Strukturen zu schaffen. Ich setze mich für kleinteilige Lösungen ein: bezahlbarer Wohnraum für junge Menschen und Familien sowie ebenerdige Wohneinheiten für eine älter werdende Gesellschaft, damit Generationen im Ort bleiben können.

    Die finanzielle Lage der Gemeinde ist schwierig. Bei welchen konkreten Ausgaben könnte Ihrer Meinung nach künftig am ehesten gespart werden?

    KNISCHEWSKI: Sparen bedeutet für mich nicht pauschales Kürzen, sondern Priorisierung. Die größten Hebel liegen weniger bei Pflichtausgaben, sondern bei der Art wie investiert wird. Projekte müssen langfristig sinnvoll, nutzbar und wirtschaftlich tragfähig sein. Ziel ist es, nicht von der Substanz zu leben, sondern stabile Strukturen aufzubauen und Einnahmen zu sichern.

    Junge Erwachsene brauchen mehr Aufmerksamkeit

    Welche Gruppierung im Ort braucht künftig mehr Aufmerksamkeit und Angebote?

    KNISCHEWSKI: Mehr Aufmerksamkeit brauchen junge Erwachsene, die in Obermeitingen wohnen bleiben möchten. Ebenso wichtig ist mir, dass ältere Menschen gut im Ort leben können. Gleichzeitig möchte ich die Vereine stärken. Ehrenamt lebt vom Miteinander, nicht von Bürokratie. Die Gemeinde kann hier entlasten und gezielt unterstützen.

    Sollten die Lechfeldgemeinden zu einer Stadt verschmelzen, um einen stärkeren Außenauftritt zu bekommen?

    KNISCHEWSKI: Eine Verschmelzung der Lechfeldgemeinden zu einer Stadt halte ich nicht für sinnvoll. Obermeitingen ist ein Dorf und soll es bleiben. Gleichzeitig profitieren wir von einer engen interkommunalen Zusammenarbeit, die weiter ausgebaut werden sollte, ohne die Eigenständigkeit der Gemeinden aufzugeben.

    Steckbrief: Martin Knischewski

    • Alter: 38
    • Aufgewachsen: Landsberg, Obermeitingen
    • Wohnort: Obermeitingen
    • Familienstand: verheiratet
    • Kinder: 2 Kinder (5 und 3 Jahre alt)
    • Ausbildung/Beruf: Beamter im öffentlichen Dienst (IT- und Verwaltungsbereich)
    • Hobbys: Reisen, Technik, Garten (wenn Zeit)
    • Politische Ämter: bisher keine
    • Ehrenämter: Elternbeirat Kita St. Mauritius; 2017–2024 1. Vorsitzender SSV Obermeitingen
    • Entspannung finde ich bei: bei Sommerwetter entspannt auf der Gartenliege, am liebsten mit Musik
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