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Ölbohrung Großaitingen: Energieunternehmen Oneo mit Klarstellung vor Protest

Großaitingen

Vor dem Protest der Naturschützer in Großaitingen: Energieunternehmen stellt etwas klar

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    Ob zwischen Großaitingen, Reinhartshofen und Guggenberg nach Erdöl gebohrt wird, sei gar nicht sicher, teilt das Energieunternehmen Oneo mit.
    Ob zwischen Großaitingen, Reinhartshofen und Guggenberg nach Erdöl gebohrt wird, sei gar nicht sicher, teilt das Energieunternehmen Oneo mit. Foto: Marcus Merk

    Vor der am 22. Januar geplanten Protestaktion des Bund Naturschutz in Großaitingen gibt das Energieunternehmen Oneo einen aktuellen Sachstand zur Aufsuchungserlaubnis „Wertach“ und stellt ein Thema klar.

    Oneo plant nach eigener Pressemitteilung nicht die Erschließung eines neuen Ölfelds. Das bergrechtliche Gebiet „Wertach“ sei die nördliche Erweiterung des bestehenden Erdölfelds Schwabmünchen, das Oneo seit 2010 betreibt. Die bisherige Bewilligung umfasse nicht das gesamte Ausbreitungsgebiet des Erdölfelds, sodass das Unternehmen „zur vollständigen Abdeckung“ die weitere Aufsuchungserlaubnis „Wertach“ beantragt hat. Diese wurde vom Bayerischen Staatsministerium für Wirtschaft, Landesentwicklung und Energie im Dezember erteilt.

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    Als „Aufsuchung“ wird die vorgelagerte Phase bezeichnet, in der geprüft wird, ob und in welchem Umfang Erdölvorkommen vorhanden sein könnten. Das heißt: Es geht um eine geologische Evaluierung und Wirtschaftlichkeitsprüfung, so Oneo. Konkrete technische Maßnahmen wie Bohrungen, Bohrplatzbau oder Tests seien damit nicht verbunden. Zur Errichtung eines Bohrplatzes und zur Durchführung einer Bohrung wären weitere, konkrete berg-, umwelt- und wasserrechtliche Genehmigungsverfahren erforderlich, die jeweils separat bei der zuständigen Behörde beantragt und genehmigt werden müssten. „Wir gehen davon aus, dass die nach den Ergebnissen der Aufsuchung genutzte Fläche in Wertach nur einen Bruchteil der bewilligten Fläche ausmachen wird“, teilt das Unternehmen mit Sitz in Landau in der Pfalz mit.

    Zu einem möglichen Zeitplan teilt Oneo mit: „Sollte die geologische Evaluierung und Wirtschaftlichkeitsprüfung positiv ausfallen, müssten im Weiteren entsprechende Anträge zu Bohrungen gestellt und genehmigt werden.“ Im Falle einer Genehmigung wäre dann mit möglichen ersten technischen Aktivitäten frühestens ab dem Jahr 2027 zu rechnen. „Der Ablauf würde sich an bewährten Verfahren orientieren, wie sie bereits 2023 bei der Förderbohrung in Kleinaitingen zur Anwendung kamen – selbstverständlich unter erneuter Beteiligung und Abstimmung mit den zuständigen Behörden.“

    Nach dem Öl kommt nachhaltige Energie

    Oneo verweist auch auf eigene Leitlinien. Darin heißt es: „Wir fördern Erdöl, solange es sinnvoll ist, und entwickeln zugleich unsere Standorte für eine nachhaltige Energieerzeugung auf Basis bestehender Infrastrukturen weiter. Unsere über Jahrzehnte aufgebaute Kompetenz im Bereich der Tiefbohrungen setzen wir für neue Konzepte bei der Geothermienutzung ein.“ Darüber hinaus würden ehemalige Erdölproduktionsstätten in Standorte für Photovoltaik umgewandelt, wie zum Beispiel im Februar 2024 in einem deutschlandweit einzigartigen Pilotprojekt in Landau. Oneo stehe für einen respektvollen Umgang mit Mensch und Umwelt. Alle Arbeiten erfolgten stets unter strengen gesetzlichen Vorgaben, behördlicher Kontrolle und hohen technischen Sicherheitsstandards. Ein zentraler Bestandteil dieser Verantwortung sei die offene und transparente Kommunikation.

    Der Bund Naturschutz - der älteste und größte Umweltschutzverband Bayerns - hält die Pläne zur Erschließung neuer fossiler Projekte für nicht mit den internationalen Klimazielen vereinbar. Anstatt in Bayern nach Öl und Gas zu bohren, sollte der Ausbau der Erneuerbaren Energien konsequent vorangetrieben werden, heißt es in einer Mitteilung. Die Protestaktion des Bund Naturschutz am Donnerstag, 22. Januar, findet um 14 Uhr am Parkplatz an der Reinhartshofer Straße an der Wertach statt.

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