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Schwabmünchen
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Regionalentwicklung Stauden beendet Arbeit und übergibt Projekte an Ile Stauden

Landkreis Augsburg

Aus der Kuh Resi wird nun Ilse

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    Gerald Eichinger, Christian Kreye, Peter Wachler, Josef Miller, Anton Böck, Simon Ulbrich, Robert Sturm, Walter Pötzl und Peter Ziegelmeier vor dem Werbeträger der Res: Kuh Resi, die nun Ilse heißt.
    Gerald Eichinger, Christian Kreye, Peter Wachler, Josef Miller, Anton Böck, Simon Ulbrich, Robert Sturm, Walter Pötzl und Peter Ziegelmeier vor dem Werbeträger der Res: Kuh Resi, die nun Ilse heißt. Foto: Karin Marz

    30 Jahre hat sich die Regionalentwicklung Stauden (Res) für den Ausbau der Stauden als Wirtschafts-, Kultur-, Naherholungs- und Urlaubsregion eingesetzt mit dem Ziel, gleichwertige Lebensverhältnisse in Stadt und Land zu schaffen. Nun endet diese Ära: Der Verein Res, dem 13 Kommunen sowie mehrere Privatpersonen und Vereinigungen aus den Stauden angehören, hat sich aufgelöst, da er mittlerweile mit seinem Konzept keine Fördergelder mehr abrufen kann.

    Die Regionalentwicklung Stauden

    Auf Initiative des früheren schwäbischen Bezirkstagspräsidenten Georg Simnacher wurde damals der Zusammenschluss als agrarstrukturelle Entwicklungsplanung mit 15 Kommunen gegründet. Mitgliedskommunen der Res waren Fischach, Gessertshausen, Langenneufnach, Markt Wald, Mickhausen, Mittelneufnach, Scherstetten, Ustersbach, Walkertshofen sowie Ortsteile der Städte Schwabmünchen und Bobingen und der Gemeinden Ettringen und Großaitingen (karma)

    Auch wenn es die Regionalentwicklung Stauden künftig nicht mehr gibt, werden weiterhin Maßnahmen und Projekte für die Weiterentwicklung der Stauden umgesetzt. Denn die Ile Stauden (Integrierte ländliche Entwicklung) wird diese Arbeit weiterführen, und hierzu wurde bereits ein Konzept entwickelt. Die Kommunen, die bei der Res Mitglied sind, haben sich bereits vor über zwei Jahren zur Ile Stauden zusammen geschlossen.

    Zur Abschlussfeier im Gasthof Zott Mittelneufnach waren daher nicht nur Vereinsmitglieder und Wegbegleiter der Res, sondern auch Politiker, frühere Bürgermeister und der ehemalige Kreisheimatpfleger Walter Pötzl gekommen, der mit seiner Laudatio über die Stauden humorvoll und kurzweilig die Gäste unterhielt. Viele Erinnerungen aus den vergangenen drei Jahrzehnten wurden während der Feier ausgetauscht und bei vielen Beteiligten war auch ein wenig Wehmut über die Auflösung herauszuhören.

    Zweiter Vorsitzender der Res, Bürgermeister Peter Ziegelmeier, der viele Jahre den Vorsitz der Res innehatte und von Anfang an mitwirkte, erinnerte sich in seiner Ansprache an viele erfolgreich umgesetzte Projekte: Die Res organisierte die Gewerbeausstellung „Stauda“, zu der jeweils mehr als 20.000 Besucher vor Ort waren, beteiligte sich an der Erschließung des Holzverladebahnhofs an der Staudenbahn sowie an der Ausgestaltung des Stauden-Meditationsweges. Beigetragen hat die Res auch zur Herausgabe von zwei Büchern über die Region Stauden, zu Erlebnisangeboten auf dem Wengerhof in Mittelneufnach sowie zu Kräuterkunde und Kräuterwanderungen auf dem Gattingerhof in Konradshofen.

    Der „Wilde Westen“ des Landkreises

    Neben der Bezuschussung von E-Bike-Ladestationen in allen Staudengemeinden sowie von verschiedenen weiteren Projekten, initiierte die Res den Kulturpreis Staudenähre sowie mehrere Wandervorschläge. Erhebliche Fördermittel konnte die Regionalentwicklung zudem für den Bau des Naturfreibads in Fischach generieren, und „buchstäblich mit langem Atem hat sich die Res seit ihrer Gründung um die Reaktivierung der Staudenbahn bemüht, was sie, so wie es jetzt aussieht, wohl auch erreicht hat“, sagte Ziegelmeier stolz. Er hob auch hervor, dass sich durch die Öffentlichkeitsarbeit der Res das Image der Stauden vom „Wilden Westen“ zu einem positiv besetzten Begriff gewandelt habe.

    Eine bunt bemalte Kuh

    Einen humorvollen Rückblick gab es schließlich von Ettringens Bürgermeister Robert Sturm sowie von Res-Vorstandsmitglied Anton Böck, die während ihrer unterhaltsamen „Trauerrede“ aus dem Nähkästchen plauderten und die Gäste mit Anekdoten zum Lachen brachten. Sie erinnerten unter anderem an die erfolgreiche Vorführung des Films „Xaver und sein außerirdischer Freund“ in Oberschönenfeld und an die unzähligen Treffen der Arbeitskreise, während denen viele Ideen entstanden sind. An Ile-Vorsitzenden Gerald Eichinger und Umsetzungsbegleiter Simon Ulbrich gaben sie schließlich eine lebensgroße, bunt bemalte Kuh weiter, die früher unter dem Namen Resi als Werbeträger fungiert hatte und nun auf den Namen Ilse umbenannt wurde. „Das Erfolgsmodell der Res werden wir nun innerhalb der Ile Stauden mit Unterstützung durch das Amt für ländliche Entwicklung weiterführen“, versprach abschließend Eichinger, der auch Vorsitzender der Res ist.

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