Die Freiwillige Feuerwehr Konradshofen feiert in diesem Jahr mit einem dreitägigen Fest ihr 150-jähriges Bestehen. Vom 19. bis 21. Juni wird in der Festhalle auf dem Anwesen von Johann Schnell in der Grimoldsrieder Straße mit einem abwechslungsreichen Programm gefeiert. Die Planungen laufen derzeit auf Hochtouren und die Vorstände Matthias Becker und Daniel Ulzhöfer haben zusammen mit dem Festkomitee und den neun Festdamen alle Hände voll zu tun. Zeit für einen Rückblick.
Im Jahr 1876 gründeten 38 Männer in Konradshofen die Freiwillige Feuerwehr. Zum Vorsitzenden wurde damals Josef Schnell und zum ersten Kommandant Leonhard Fichtel gewählt. Zudem wurden ein Adjutant (Gallus Settele), drei Zugführer, ein Kassierer, ein Regimentmeister, ein Vereinsdiener, ein Fahnenträger sowie Hornisten, Ordnungs-, Steiger- und Spritzenmänner benannt. Adjutant Gallus Settele übernahm zusätzlich auch Aufgaben als Kommandant und Schriftführer.
Zwei Mark Beitrag im Jahr: Konradshofens Feuerwehr im 19. Jahrhundert
Es gab im ersten Vereinsjahr 22 Übungen. Der Quartalsbeitrag betrug 50 Pfennig pro Mitglied und die Quartalsversammlungen fanden in der Böckischen Brauerei statt. Wer unentschuldigt bei Übungen oder Einsätzen fernblieb, bekam eine Strafzahlung in Höhe von 50 Pfennig auferlegt. Drei Jahre später, im Jahr 1879, wurde schon umfangreiches Material wie Helme, Leitern, Handdruckspritzen oder Schläuche dokumentiert.
Der Bau des Spritzenhauses in Eigenleistung erfolgte 1907. Trotz schwieriger Zeiten in den Kriegen war die Wehr immer einsatzbereit. Nach dem Zweiten Weltkrieg folgte die Anschaffung der ersten Motorspritze sowie im Lauf der Jahre immer weitere Verbesserungen und Modernisierungen.
Die vergangenen Jahrzehnte der Feuerwehr Konradshofen
Jubiläumsfeste, Fahnenweihen, der Neubau des Feuerwehrgerätehauses 1987 sowie die Einweihung des neuen Feuerwehrautos (TSF) 2012 markierten weitere Höhepunkte der Vereinsgeschichte. Größere Einsätze waren die Brände auf den Anwesen Gattinger und Mattmer. Auch bei den jüngsten Naturkatastrophen wie den Stürmen Wiebke und Lothar sowie beim Starkhagel 2023 und dem Hochwasser 2024 waren die Kameraden im Einsatz.
Die Feuerwehr ist nicht nur tragende Säule der Sicherheit, sondern auch des Zusammenhalts im Dorf und somit ein wichtiger Bestandteil des gesellschaftlichen Lebens in Konradshofen. Seit 1998 ist das traditionelle Floriansfest an Fronleichnam ein fester Termin im Veranstaltungskalender. Aktuell hat die Feuerwehr 102 Mitglieder, davon sind 52 aktiv.
Anlässlich ihres 150-jährigen Bestehens lädt die Freiwillige Feuerwehr Konradshofen vom 19. bis 21. Juni zu einem dreitägigen Jubiläumsfest ein. Der Startschuss erfolgt am Freitag, 19. Juni, mit einem Partyabend. Ab 20 Uhr sorgt die Band „Solid Age“ für knackige Stimmung. Der offizielle Festakt findet dann am Samstag, 20. Juni, ab 18 Uhr statt. Nach einem Festumzug folgt der feierliche Fahneneinzug, musikalisch begleitet von der Stimmungsband „Humpa Bumpa Revolution“. Der Sonntag, 21. Juni, beginnt um 10 Uhr mit einem Festgottesdienst in der Festhalle. Im Rahmen des Gottesdienstes wird eine Fahnenbandweihe abgehalten, musikalisch umrahmt von der Musikkapelle Konradshofen. Im Anschluss sind die Besucher zum gemeinsamen Mittagstisch eingeladen. Am Nachmittag zeigt die Feuerwehr Schwabmünchen bei einer Showübung ihr Können. Den Festausklang gestaltet die Jugendkapelle Walkertshofen (mit Konradshofer Jugendlichen und Kindern) bei Kaffee und Kuchen.
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