Es war der Spieltag der Derbys zwischen den vier Kreisligisten des Südens und in beiden ging es um Vorentscheidungen im Abstiegskampf. Eine Entscheidung ist dabei wohl schon endgültig gefallen. Der ASV Hiltenfingen hat nach der Heimniederlage gegen den SV Schwabegg nur noch eine rein theoretische Chance auf den Klassenerhalt, denn der Rückstand zum Derbysieger beträgt neun Punkte bei vier ausstehenden Spielen. Da müsste schon ein Fußballwunder geschehen, wenn die Hiltenfinger das noch aufholen würden. Aber auch der SV Schwabegg kam trotz des Sieges nicht vom Relegationsplatz 14 weg und ist drei Punkte vom rettenden Platz zwölf entfernt. Den Sprung auf diesen Platz schaffte aber der SV Türkgücü Königsbrunn mit einen 1:0-Auswärtssieg bei der U 23 des TSV Bobingen. Damit sind aber beide noch mittendrin im Kampf um den sicheren Klassenerhalt, denn die Bobinger haben nur einen Punkt Vorsprung vor dem TSV Welden und die Königsbrunner sind mit dem Team aus dem Nordwesten punktgleich.
Schwabegg feiert den Derbysieg, Hiltenfingen trauert
ASV Hiltenfingen – SV Schwabegg 2:4 – Hiltenfingen packte die Chance auf einen Heimsieg mit dem Führungstreffer durch David Schmid in der neunten Minute hoffnungsfroh an. Aber die Schwabegger wehrten sich und glichen nach 31 Minuten durch Matthias Seitz zum 1:1-Pausenstand aus. In der 63. Minute verpassten die Platzherren mit einem Lattenschuss die erneute Führung und zwei Minuten später verloren sie ihren Kapitän Robin Kugelmann, der wegen einer vermeintlichen Schwalbe die gelb-rote Karte sah, denn unglücklicherweise war er schon seit der 25. Minute mit Gelb vorbeIastet. Die Überzahl nutzten die Schwabegger sechs Minuten später zum 1:2 durch Stefan Wiedemann. Spielertrainer Bujar Bytyqi reagierte mit zwei Auswechslungen und in der 72. Minute gelang Haci Ay der 2:2-Ausgleich. Doch in der Schlussphase erwiesen sich die Schwabegger siegeswilliger und entschieden die Partie durch zwei Tore von Markus Jauernik in der 83. und 87. Minute mit 2:4 für sich.
In der Nachspielzeit gab es noch eine rote Karte für den ASV-Spieler David Schmid wegen einem Schubser und eine Zeitstrafe für den Schwabegger Bastian Mayr wegen grobem Foulspiel. Schwabeggs Interimstrainer Stephan Heckel war erleichtert: „Das 0:1 hat uns schon geschockt, aber wir haben uns zurückgekämpft. Nach unserem 2:1 dachte ich, es sei schon gelaufen, aber Hiltenfingen kam gleich wieder zurück. Am Schluss haben wir den Sieg mit zwei Angriffen erzwungen“. Bujar Bytyqi, der Spielertrainer des ASV Hiltenfingen, zeigte sich als fairer Verlierer und suchte die Schuld nicht beim Schiedsrichter wegen der gelb-roten Karte. „Wir waren am Ende nicht gut genug und Schwabegg hat den Sieg mehr gewollt“, sagte er und verkündete, dass er auch in der nächsten Saison in Hiltenfingen bleiben wird.
Kreisliga: Türkgücü holt Big Points im Abstiegskampf
TSV Bobingen II - SV Türkgücü Königsbrunn 0:1 – Türkgücü war sich der Wichtigkeit eines Sieges bewusst und suchte lange die Lücke in der Bobinger Abwehr. Enis Turan traf mit einem satten Schuss in der 21. Minute nur die Latte. Aber die Bobinger hatten auch drei Chancen, Jonas Macht köpfte nach einer Flanke knapp neben das Tor und Filip Klingelhöfer trat einen Freistoß von der Mittellinie aus und Keeper Daniel Morhart hatte alle Mühe, den Ball zur Ecke zu lenken. Wenig später wurde ein Schuss von Jakob Ruß aus sieben Metern knapp zur Ecke abgelenkt. Auf der Gegenseite ging ein Kopfball von Berat Esenlik nach einem Freistoß von Ertugrul Karaduman knapp über die Latte und Torwart Roman Förg rettete mit Fußabwehr vor dem einschussbereiten Egor Keller.
In der Nachspielzeit der ersten Halbzeit hatte der Keeper aber keine Chance gegen Egor Keller, der wieder vor ihm auftauchte und diesmal zum 0:1 traf. In der zweiten Halbzeit entwickelten die Bobinger ab der 60. Minute zeitweise Powerplay auf das Tor von Türkgücü. Keeper Morhart rettete mehrmals in brenzligen Situationen und seine Abwehrspieler warfen sich vehement gegen die Bobinger Stürmer und retteten den knappen Sieg über die Nachspielzeit. Spielertrainer Burak Tok, der diesmal nur von der Bank aus dirigierte, war erleichtert: „Das war ein ganz wichtiger Sieg, damit wir den Klassenerhalt aus eigener Kraft noch schaffen können“. Bobingens Trainer Roberto Di Santo trauerte den vergebenen Chancen nach: „In der zweiten Halbzeit hätten wir ein Tor machen müssen. Ein Unentschieden wäre verdient gewesen, aber da fehlte uns das Glück, dass mal einer rein geht“.
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