Wer fündig geworden ist, hatte es nicht weit zum Auto.Foto: Elmar Knöchel
Parkplatzprobleme, mit Trassierband gekennzeichnete Einbahnstraßen und Stauungen an den Zufahrten, das gibt es im Wald wohl eher selten. Doch wenn die Staatsforsten wie am Samstag in Straßberg ihre Christbäume verkaufen, dann kommt Leben in den Forst. Rund 250 Christbäume dürften es am Ende gewesen sein, die durch die Verpackungsröhre gezogen wurden. Ein Teil des Erlöses geht an die Kartei der Not, das Leserhilfswerk der Heimatzeitung.
Nachhaltige Christbäume ohne Pestizide
Dass die Christbäume der Staatsforsten so beliebt sind, dürfte mehrere Gründe haben. „Sie sind frisch geschnitten und halten relativ lang“, war von Besucherinnen und Besuchern zu hören. Dazu kommt wohl auch, dass die Försterinnen und Förster nachhaltig wirtschaften. Es wird nur so viel Holz geschlagen wie auch im Laufe eines Jahres nachwachsen kann. Und es kommen keine Pestizide zum Einsatz. „Es fühlt sich hier mehr nach Weihnachten an“, war ebenfalls ein oft gehörter Satz. Dazu war der Verkaufsort über einen zur Einbahnstraße umfunktionierten Waldweg mit dem Auto gut zu erreichen. So brauchte niemand den gekauften Baum weit zu schleppen. Und es gab mehr als nur Christbäume.
Der Glühwein schmeckt am Lagerfeuer im Wald noch besser
Die Mitarbeiter des Forstbetriebs zeigten ihr Können an der Kettensäge. Sterne wurden gesägt und Tafeln mit Hausnummern geschnitzt. Florian Seibold bot seine Wildspezialitäten an. „Meine Produkte stammen alle aus den Wäldern der Staatsforsten, meist rund um Zusmarshausen.“ Er hatte eine breite Palette an Wurst- und Fleischangeboten dabei. Vor allem Reh und Wildschwein. „Die Wildschweine sind in diesem Jahr nur wenig belastet“, sagt Seibold. Durch das große Angebot an Eicheln, die von den Schweinen besonders gern gefressen werden, müssten sie nicht tiefer nach Nahrung graben und würden dadurch kaum radioaktive Stoffe aufnehmen. Angeboten wurde auch Honig und natürlich gab es Bratwürste und Glühwein. Es verwundert nicht, dass sich so mancher am Ende etwas länger am gemütlichen Lagerfeuer aufhielt als es der reine Christbaumkauf erforderte.
Der Christbaumkauf im Wald bei Bobingen war ein kleines Event mit Lagerfeuer, Glühwein und Bratwurst.Foto: Elmar Knöchel
Mitarbeiter des Forstbetriebes zeigten, was man mit einer Kettensäge alles anstellen kann.Foto: Elmar Knöchel
Diskutieren Sie mit
XXX 0 Kommentare
hier kommen komentare rein
Um kommentieren zu können, müssen Sie angemeldet sein.
Um kommentieren zu können, müssen Sie angemeldet sein.
AnmeldenSie haben noch kein Konto? Kostenfrei registrieren