Mit Christian Mayr hat die Stadtmusikkapelle Schwabmünchen mehr als nur einen neuen Dirigenten bekommen. Schon im vergangenen Herbst übernahm der Langerringer den Taktstock beim Hauptorchester, seit dem Frühjahr sind seine Aufgaben Schwabmünchen weiter gewachsen. Denn mittlerweile ist er auch Musikalischer Leiter der Stadtmusik und übernimmt somit die fachliche Führung für den gesamten Verein.
Mayr folgte im November als Dirigent des Hauptorchesters auf Hans Günther Schwanzer. Der Vereinsvorsitzende Bernhard Albenstetter erklärt dazu: „Nach einem Jahr hat sich herausgestellt, dass es mit Hans Günther Schwanzer aufgrund der unterschiedlichen Zielvorstellungen nicht weitergeht.“ Albenstetters Stellvertreterin Franziska Brand stellte den Kontakt zu Christian Mayr her. „Das waren dann gute Gespräche“, so der neue Dirigent.
Schnell war klar, dass es mehr Möglichkeiten gibt
„Im Prinzip haben wir dann ab November überlegt, was für den Verein wichtig ist“, so Christian Mayr. Klar war für ihn, dass er die „aktuell richtig gute Qualität“ des Hauptorchesters weiterentwickeln will. Daraus wurde der Titel „Musikalischer Leiter“, den Mayr gerne übernimmt. „Das ist eine tolle Truppe hier, ich wurde selten so gut empfangen. Und die Möglichkeiten, die sich in Schwabmünchen bieten, sind der Wunsch eines jeden Musikalischen Leiters“, sagt er.
Mayr sieht seine Position als „spannende Aufgabe in einer offenen Atmosphäre.“ Der Masterabsolvent in Musikvermittlung hat sich bei seinem Studium dem Themengebiet „Stärkung der Relevanz von Musikvereinen in ländlichen Regionen“ gewidmet. Dies ist auch sein Ansatz für Schwabmünchen. „Ich habe viele Ideen“, sagt er. Eine davon betrifft die Ausbildung. Das Konzept dazu wird gerade überarbeitet.
Neues Konzertformat im Herbst geplant
Für den laut Mayr „riesigen Verein“ mit rund 200 aktiven Musikern ist vor allem die Nachwuchsarbeit ein traditionell wichtiger Faktor. Dazu zählt auch die Verbindung zur Schule über die verschiedenen Musikklassen. Hier will die Stadtmusik erreichen, dass noch mehr Musiker nach den Bläserklassen an Bord bleiben. Aber auch die „Nebenorchester“ wie die Böhmische Besetzung oder die Big Band sollen bleiben. „Wir wollen weiter für jeden, der Musik machen will, einen Platz bieten“, sagt er.
Auch im Hinblick auf Auftritte plant der Musikalische Leiter Neues. Im Herbst soll ein neues Konzertformat hinzukommen. Mayr nennt es „Experimentell“. Geplant ist dazu auch ein besonderer Gast. Mehr will er nicht verraten, betont aber, dass ihm eines wichtig ist: „Wir wollen weiter hörenswerte Konzerte gestalten.“
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