Die „Dame in Prosa und der Kavalier am Klavier“ versetzten mit ihrer musikalisch-szenischen Umsetzung von Michael Endes Lyrik- und Geschichtensammlung „Trödelmarkt der Träume“ das Gräbinger Publikum zwei Stunden lang in eine andere Welt. Bei Wohnzimmer-Ambiente und gedimmtem Stehlampenlicht verzauberten Schauspielerin und Sängerin Sarah Hieber und Pianist Fred Brunner, immer wieder klangfarbig unterstützt von Martin Franke (Geige) und Uli Fiedler (Kontrabass): Geschichten wie die vom Seiltänzer Felix Fliegenbeil, der leichtfüßig auf einem Seil aus „Nichts“ über dem Abgrund tänzelt und von einem Windstoß zu den Sternen getragen wird. Oder auch die „Ballade vom unnützen Leben des Jonathan Gilb“, ein notorischer Nicht-Entscheider, der schließlich nach einem leeren Leben „in der Ewigkeit rumsteht“, immer noch unentschieden in der Wahl zwischen Hölle und Himmel. Am Ende des Abend konnten sich die Zuhörer nur schwer aus der Verträumtheit lösen.
Graben
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