Der TSV Bobingen hat die Meisterschaft in der Bezirksliga Süd und damit den Aufstieg in die Landesliga aus eigener Kraft geschafft. Die frühe 1:0-Führung konnte gegen einen starken TV Erkheim bis zum Schluss gehalten werden. Somit nutzte dem VfL Kaufering der 8:2-Kantersieg über die SpVgg Langerringen nichts - er muss mit einem Punkt Abstand zum Meister in der Relegation um den Aufstieg kämpfen. Keine Chance darauf hat der punktgleiche SV Mering, der sein letztes Heimspiel gegen FC Wiggensbach mit 2:0 gewonnen hat. In der Abstiegsfrage schaffte der FC Königsbrunn mit einem 1:1 im Derby gegen den Absteiger SpVgg Lagerlechfeld den direkten Klassenerhalt auf dem zwölften Tabellenplatz mit 32 Punkten, weil der Konkurrent TSV Babenhausen mit 2:5 in Thalhofen verloren hat. Schon vor dem letzten Spieltag stand fest, dass die SpVgg Langerringen in der Abstiegsrelegation um den Klassenerhalt kämpft und die SpVgg Lagerlechfeld wieder in die Kreisliga absteigt.
Der TSV Bobingen feiert den Meistertitel
360 Zuschauer sehen das Saisonfinale
TV Erkheim - TSV Bobingen 0:1 – Das Saisonfinale fand in einem würdigen Rahmen vor 360 Zuschauern statt, die vor allem auf der überdachten Holztribüne mächtig Stimmung machten. Vor dem Anpfiff der Schiedsrichterin Sarah Wörle war beim Bobinger Trainerduo Dmitrij Peil und Christopher Detke durchaus angespannte Nervosität zu erkennen. Gleich beim ersten Erkheimer Angriff atmeten sie tief durch, als deren Torjäger Fabian Krogler den Ball im Fünfmeterraum nicht annehmen konnte. Im Gegenzug prallte ein strammer Bobinger Schuss, der wohl genau gepasst hätte, von einem Verteidiger zur Ecke ab.
Nach einer Ecke von Nicolas Prestel, die der Torwart wegfaustete, lief Mattis Junker zwischen zwei Verteidigern hindurch auf den Keeper Maximilian Schöffel zu und der holte ihn bei seiner Abwehraktion von den Beinen. Gegen den Elfmeterpfiff gab es keine Proteste. Filip Marjanovic trat an und verwandelte sicher zum 0:1 in der 11. Minute. Zwei Minuten später scheiterte Florian Kohler an einer starken Parade des Erkheimer Torwarts und in der 27. Minute fing der einen Lupfer von Mattis Junker gerade noch ab. In der 33. Minute legte Marjanovic mustergültig von links nach innen, aber Prestel rutschte der Ball über den Schlappen. Aufgrund der klareren Torchancen und der häufigeren Strafraumszenen war die Bobinger Halbzeitführung verdient.
Auch als nach der Pause Regen einsetzte, hatten die Gäste zwei gute Chancen. Ein scharfer Schuss wurde noch zur Ecke abgewehrt und Mattis Junker konnte eine Vorlage von Jannick Piller nicht verwerten. Danach zeigten aber die Erkheimer, dass sie den Bobingern die Meisterschaft nicht schenken wollen und setzten sie gehörig unter Druck. In einer unübersichtlichen Strafraumsituation konnte Gästekeeper Janne Fennell gerade noch den Ball fangen und Valentin Wiest schoss auf Zuspiel von Raphael Honold knapp vorbei. Zwischen der 52. und 62. Minute musste Trainer Peil dreimal verletzungsbedingt wechseln. Bis zur Schlussphase gab es noch je eine gute Torchance auf beiden Seiten. Mattis Junker wurde im Strafraum abgeblockt und der Erkheimer Joshua Holzapfel verfehlte das Tor bei einem Schuss aus der Drehung nur ganz knapp.
In den letzten Minuten wollten die Platzherren den Ausgleich erzwingen, bei mehreren Freistößen und Ecken mussten Torwart Fennell und die Abwehr Schwerstarbeit leisten. In der 83. Minute wurde der Erkheimer Honold nach einem Foul mit gelb-rot vom Platz geschickt. Den fälligen Freistoß verpasste Jannick Piller in aussichtsreicher Position. Dramatisch wurde es in der Nachspielzeit, Stefan Oswald hatte den Ausgleichstreffer bei seinem Schuss aus kurzer Distanz schon vor Augen, doch im letzten Moment warfen sich Hüseyin Tomakin und Torwart Fennell dazwischen und retteten den knappen Sieg.
Nach dem Abpfiff kannte der Bobinger Jubel keine Grenzen und sie feierten ausgelassen die Meisterschaft. Trainer Peil war erleichtert: „Das war wieder typisch für uns, erst haben wir klare Chancen nicht genutzt und sind dann noch in Bedrängnis gekommen. Aber jetzt zählt nur der Sieg und der Aufstieg.“
Langerringen kommt unter die Räder
VfL Kaufering - SpVgg Langerringen 8:2 – Kaufering ging schon in der 8. Minute durch Manuel Detmar in Führung und Florian Bucher erhöhte in der 28. Minute auf 2:0. Nach einem Elfmetertor von Robin Keiß glichen die Langerringer in der 44. Minute durch Stefan Arndt sogar zum 2:2 aus, fingen sich aber noch vor der Pause ein weiteres Tor zum 3:2-Halbzeitstand ein. Ein von Florian Bucher verwandelter Elfmeter in der 51. Minute leitete dann den deutlichen Sieg der Platzherren durch sehenswerte Tore von Bastian Dillinger, Paul Ansorge, Philipp Wörz und Dominik Danowski ein.
Unentschieden rettet den FC Königsbrunn
FC Königsbrunn – SpVgg Lagerlechfeld 1:1 - Für den FC Königsbrunn ging es um den Klassenerhalt, die Lagerlechfelder wollten sich mit einer ordentlichen Leistung aus der Bezirksliga verabschieden und machten es dem Gegner nicht leicht. Erst in der 53. Minute gelang dem FCK der Führungstreffer durch Nico Gröb, der nach einer Balleroberung im Mittelfeld von Luca Sommer perfekt angespielt wurde. Doch schon zwei Minuten später fiel der Ausgleich für Lagerlechfeld. Alexander Kergel zog einen Freistoß auf den langen Pfosten und Maximilian Albrecht setzte den Kopfball freistehend in die Maschen. Danach riskierten die Königsbrunner nichts mehr, weil sie wussten, dass der eine Punkt zum Klassenerhalt reichen wird. Ihr Trainer David Bulik sagte: „Das Spiel spiegelt die ganze Saison wider. Wir waren die bessere Mannschaft und haben den Sieg durch ein Standardtor vergeben.“ Lagerlechfelds Spielertrainer Daniel Raffler war mit seinem Team zufrieden: „Wir sind nur durch einen Fehler im Spielaufbau in Rückstand geraten und haben uns dann den Punkt redlich verdient.“
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