Die Straße zwischen Walkertshofen und Langenneufnach ist an der Abzweigung Oberrothan und Schweizerhof übersichtlich.Foto: Bruder Media
Warum geriet ein 18-jähriger Motorradfahrer am Donnerstagabend zwischen Langenneufnach und Walkertshofen in den Gegenverkehr? Mit der Frage befasst sich jetzt ein Unfallgutachter. Er untersucht den schweren Unfall, der insgesamt sieben Verletzte forderte.
Nach den aktuellen Erkenntnissen der Polizei fuhr der 18-jährige Fahrschüler auf der Staatsstraße 2026 zwischen Walkertshofen und Langenneufnach seinem Fahrlehrer im Auto hinterher. Gegen 17.15 Uhr geriet er aus bislang unbekannter Ursache an der Abzweigung Schweizerhof in den Gegenverkehr. Die Strecke ist an der Stelle übersichtlich und gerade. Der 18-Jährige auf dem Motorrad prallte gegen den Kleinbus einer 44-jährigen Frau am Steuer. Im Auto hatte sie fünf Kinder im Alter von sieben bis 13 Jahren.
Kinder werden in verschiedene Krankenhäuser gebracht
Durch den Aufprall wurde der 18-Jährige schwer verletzt. Der verständigte Augsburger Rettungshubschrauber Christoph 40 flog ihn in die Uniklinik Augsburg. Nach Angaben der Polizei war der junge Mann am Freitagvormittag außer Lebensgefahr.
Im Kleinbus wurden die fünf Kinder laut Polizei leicht verletzt. Rettungsdienste brachten sie in verschiedene Krankenhäuser. Die 44-jährige Fahrerin musste von der Feuerwehr aus dem Fahrzeug befreit werden. Im Wagen hatten sich die Airbags geöffnet.
Unfallgutachter untersucht alle Spuren
Die Straße zwischen Langenneufnach und Walkertshofen wurde für etwa vier Stunden gesperrt. In dieser Zeit machte sich ein Unfallgutachter, den die Staatsanwaltschaft hinzugezogen hatte, ein Bild. Mit einer Drohne wurden Aufnahmen aus der Luft gemacht. Gutachter nehmen den Unfallort detektivisch genau unter die Lupe. Schäden an Fahrzeugen oder Bremsspuren – alles wird vermessen, fotografiert und archiviert.
Nur noch Schrottwert haben das Motorrad des 18-jährigen Fahrschülers und das Auto, in dem eine Frau und fünf Kinder saßen.Foto: Bruder Media
Auch das Wetter sowie die Sicht- und die Straßenverhältnisse spielen eine Rolle. Um einen Unfall rekonstruieren zu können, müssen die Sachverständigen generell viele Puzzleteile zusammensetzen. Um weitere Erkenntnisse zu gewinnen, werden Unfälle in besonderen Fällen auch nachgestellt. Alle Ergebnisse fließen dann in die Ermittlungen der Polizei ein.
Großeinsatz der Rettungskräfte
Am Rettungsdienstgroßeinsatz waren mehrere Rettungswagen, Notärzte, Polizeifahrzeuge und ein Notfallseelsorger beteiligt. Vor Ort waren außerdem die Feuerwehren aus Walkertshofen und Langenneufnach, die auslaufendes Benzin und Öl von der Straße brachten und die Unfallstelle absperrten. Das Motorrad und der Kleinbus mussten abgeschleppt werden. Die Polizei schätzt den Sachschaden auf rund 26.000 Euro.
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