Die ersten drei Minuten sind die schlimmsten. Wenn man mitten in der Nacht durch Explosionen aufwacht und langsam realisiert, dass vor der eigenen Haustür Krieg herrscht. So beschreibt Natalia Khrystenko die Nacht auf den 24. Februar. Gemeinsam mit ihrem Sohn und ihren Eltern lebte die 36-Jährige in einem Hochhaus in Charkiw, der zweitgrößten Stadt der Ukraine. Nach etwa zehn Stunden starb die Hoffnung, dass die Explosionen bald aufhören werden. Dann begann die tagelange Flucht.
Untermeitingen/Charkiw