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Warten auf das schnelle Internet

Bobingen

Glasfaserausbau in Bobingen stockt

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    Ist das Glasfaserkabel vor der Haustür angekommen, muss es auch angeschlossen werden. Doch gerade dabei hakt es noch in den Bobinger Stadtteilen.
    Ist das Glasfaserkabel vor der Haustür angekommen, muss es auch angeschlossen werden. Doch gerade dabei hakt es noch in den Bobinger Stadtteilen. Foto: dpa

    Eigenwirtschaftlicher Ausbau. Für die Kommunen im Landkreis, darunter auch Bobingen, hörte sich das fast an wie ein Zauberwort. Die Bürgerinnen und Bürger, genauso wie die Unternehmen, bekommen schnelles Internet, die Stadt gewinnt dadurch an Attraktivität, ohne dass das Stadtsäckel belastet wird. Denn eigenwirtschaftlicher Ausbau heißt, dass die Unternehmen wie Telekom, Deutsche Glasfaser und M-Net die Glasfasernetze auf eigene Kosten ausbauen. Geld verdient wird dann später durch die Nutzung. Die Kommunen stellen lediglich den Raum in den Straßen bereit, um die Glasfaserkabel zu verlegen. Klingt zu schön, um wahr zu sein? Anscheinend ja.

    Unternehmen musste in die Insolvenz

    Laut Planung soll jeder Haushalt in Bayern spätestens im Jahr 2030 an das schnelle Internet angeschlossen sein. Doch wie in anderen Kommunen stockt der Ausbau in Bobingen. Dabei sieht es in den Stadtteilen wie Siedlung, Straßberg, Reinhartshausen und Waldberg noch einigermaßen gut aus. Da hat die Deutsche Glasfaser den Ausbau vorangetrieben. Allerdings hakt es jetzt auch hier. Denn während der 2023 begonnenen Ausbauphase ging das beauftragte Unternehmen, die Soli GmbH, in die Insolvenz. Zwar ist es noch gelungen, den Netzausbau abzuschließen, aber bis zum heutigen Tag fehlen Hausanschlüsse oder sie funktionieren noch nicht. Der weitere Anschluss von Haushalten läuft schleppend. Kunden berichten von langen Wartezeiten und Verständigungsproblemen mit den Monteuren, die meist kein Deutsch sprechen.

    Telekom verzögert Netzausbau in Bobingen

    Noch schwieriger ist die Lage im Kernort Bobingen. Als bekannt wurde, dass die Deutsche Glasfaser in Bobingen aktiv wird, zeigte auch die Telekom Interesse. So kam es während der sogenannten Nachfragebündelung, als die Unternehmen die mögliche Zahl der Anschlüsse ermittelten, zu einem regelrechten Rennen zwischen der Deutschen Glasfaser und M-Net auf der einen, und der Telekom auf der anderen Seite. Dazu mischt im Gewerbegebiet Ost auch noch Vodafone mit. Wie Hauptamtsleiter Fabian Koppel zuletzt im Stadtrat berichtete, stockt der Ausbau weiterhin.

    Wie es weitergeht, ist ungewiss

    Fehlende Personalkapazitäten, Insolvenzen von beteiligten Baufirmen und generelle Engpässe im Baubereich verzögern den Ausbau massiv. Wer in den Stadtteilen schon einen funktionierenden Glasfaseranschluss der Deutschen Glasfaser besitzt, kann sich glücklich schätzen. Wie es weitergeht, ist im Moment ungewiss. Nach aktuellen Aussagen der Telekom wird der Baubeginn für das Breitbandnetz im Kerngebiet Bobingen frühestens 2027 sein. Wirklich verbindlich ist dieser Termin allerdings nicht.

    Die Stadtteile will die Telekom erst nach dem Kernort anschließen. Wie es bei der Deutschen Glasfaser mit den Hausanschlüssen terminlich weitergehen wird, ist ebenfalls unklar. Das sei eine unbefriedigende Situation, erklärte Hauptamtsleiter Koppel. „Das führt zu Unverständnis in der Bevölkerung und bei den Unternehmen.“ Koppel wies darauf hin, dass die Stadt Bobingen keinen wesentlichen Einfluss auf das Geschehen rund um den Breitbandausbau habe. Die Stadt Bobingen sei finanziell nicht an dem Projekt beteiligt und befinde sich mehr oder weniger in der Zuschauerrolle. Zwar habe man bereits öfter versucht, auf die beteiligten Firmen einzuwirken, aber letztlich gebe es keine rechtlichen Möglichkeiten, Druck zu machen.

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