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Wertachklinik: Digitale Monitore sparen Pflegekräften Zeit und reduzieren Fehler in Schwabmünchen und Bobingen

Schwabmünchen/Bobingen

Wertachklinik: Neues Gerät spart Pflegekräften Zeit

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    Die Pflegefachkraft Martina Maier (von rechts) zeigt Krankenhaus-Chef Martin Gösele, wie die Messung der Vital-Werte mit den neuen Spot-Monitoren funktioniert. Federführend bei der Digitalisierung der Vital-Werte-Erfassung waren Pflegedienstleiter Daniel Hierl sowie Bereichsleiter Pflege/Care Samuel Schiele, der mit dem Scanner einen Barcode auf dem Papierbogen eines Patientenarmbandes scannt.
    Die Pflegefachkraft Martina Maier (von rechts) zeigt Krankenhaus-Chef Martin Gösele, wie die Messung der Vital-Werte mit den neuen Spot-Monitoren funktioniert. Federführend bei der Digitalisierung der Vital-Werte-Erfassung waren Pflegedienstleiter Daniel Hierl sowie Bereichsleiter Pflege/Care Samuel Schiele, der mit dem Scanner einen Barcode auf dem Papierbogen eines Patientenarmbandes scannt. Foto: Doris Wiedemann

    Die Digitalisierung in den Krankenhäusern soll mehr Effizienz und bessere Bedingungen für die Menschen schaffen, sowohl für die Patientinnen und Patienten als auch für die Mitarbeitenden. Deshalb fördert der Staat, also Bund, Länder und Krankenhausträger, mit dem Krankenhauszukunftsgesetz (KHZG) und Fördergeldern in Höhe von insgesamt rund 4,3 Milliarden Euro, die Digitalisierung der Krankenhäuser in ganz Deutschland.

    Wertachkliniken investieren 100.000 Euro in Monitore

    Einen kleinen Teil dieser Gelder, rund 100.000 Euro, haben die Wertachkliniken in sogenannte Spot-Monitore investiert. Sie unterstützen die Pflegekräfte auf den Normalstationen bei der, zum Teil mehrfachen, täglichen Messung und Aufzeichnung der Vitalwerte. Der Volksmund kennt das unter dem alten Begriff der Fieberkurve: Blutdruck, Puls und Sauerstoffgehalt des Blutes, sowie bei Bedarf auch die Atemfrequenz, werden während des Krankenhausaufenthaltes regelmäßig dokumentiert.

    Bisher mussten die Pflegenden die Werte erst handschriftlich notieren und dann am Stationsstützpunkt in den Computer eintragen. Die neuen Monitore erfassen die Werte gleich digital und speichern sie nach einer kurzen Kontrolle durch die geschulte Pflegekraft im Krankenaus-Informations-System (KIS) der Wertachkliniken. „Bei der Digitalisierung gibt es wohl nur wenige Maßnahmen mit einem derart positiven Preis-Leistungs-Verhältnis, die auch die Anwendenden im Alltag so schnell von ihrem Nutzen überzeugen“, freut sich Klinikvorstand Martin Gösele. Und Martina Maier, Pflegefachkraft in den Wertachkliniken, bestätigt: „Anstatt der pumpenden Manschette zuzusehen oder Messwerte in den Computer einzugeben, nehme ich mir lieber etwas mehr Zeit für meine Patientinnen und Patienten.“

    Die Anwendung ist simpel: Am Anfang eines Rundgangs identifizieren sich die Pflegenden selbst mit einem Scan des Barcodes auf ihrem Namensschild. Und mit dem Barcode auf dem Patientenarmband ordnen sie dann die Messungen den Patienten zu. Tipp- und Lesefehler sind damit ausgeschlossen. Auch bei der Übertragung der Daten. „Der Spot-Monitor überträgt die gemessenen Werte über unser internes medizinisches Netzwerk direkt in das Krankenhaus-Informations-System“, sagt Daniel Hierl, Pflegedienstleiter und Projektleiter KHZG. Damit sind die Daten vor fremden Blicken geschützt und den Pflegenden bleibt mehr Zeit für andere Arbeiten.

    Die dokumentierten Vital-Werte helfen den Pflegekräften, den Zustand ihrer Patienten besser einzuschätzen und Veränderungen frühzeitig zu erkennen. Bei der Visite wird die bereits seit einiger Zeit digitalisierte ‚Fieberkurve‘ auf dem Bildschirm des Pflege-Wagens angezeigt. Und die behandelnden Ärzte können sich die Vitalwerte für eine Diagnose oder für eine Therapieentscheidung auch auf ihrem Tablet anzeigen lassen. Bisher ging das allerdings erst im weiteren Verlauf einer Schicht, weil die Werte erst am Ende des Rundgangs in den Computer eingegeben worden waren.

    Daten sind nach wenigen Minuten verfügbar

    Mit den neuen Monitoren sind die gemessenen Werte nun bereits nach wenigen Minuten verfügbar, also auch unmittelbar für die ärztliche Visite oder im Arztzimmer. Ein weiterer Vorteil des neuen Gerätes: Der Blutdruck wird bereits beim Aufpumpen der Manschette gemessen und sobald der individuelle Wert erreicht ist, wird die Luft wieder abgelassen. Der zeitliche Gewinn beim einzelnen Patienten ist marginal, aber in der Summe einer ganzen Station wird die Zeitersparnis deutlich spürbar. Zudem ist der Druck auch für die Patienten angenehmer.

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