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Augsburg checkt‘s Faktencheck: Weihnachtsmärkte finden statt

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Gerüchte widerlegt: Große Mehrzahl der Weihnachtsmärkte findet statt

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    Hell erleuchtet sind jährlich die Verkaufsstände auf dem Weihnachtsmarkt im sächsischen Pirna, dem Canalettomarkt.
    Hell erleuchtet sind jährlich die Verkaufsstände auf dem Weihnachtsmarkt im sächsischen Pirna, dem Canalettomarkt. Foto: Sebastian Kahnert/dpa-Zentralbild/dpa

    Noch knapp zwei Monate sind es bis Heiligabend. Obwohl in vielen großen Städten die Weihnachtsmärkte langsam aufgebaut werden, geistert durch die sozialen Netzwerke die Frage: Geht es Glühwein und Bratwurst dieses Jahr an den Kragen? Auf Facebook etwa wird behauptet: Die „überwiegende Mehrheit der Weihnachtsmärkte“ in Deutschland sei „aufgrund der übermäßig hohen Sicherheitskosten abgesagt“ worden.

    Bewertung

    Falsch. Die Sicherheitskosten sind zwar gestiegen, aber die große Mehrheit der Märkte findet wie gewohnt statt. Nur in einer verschwindend geringen Zahl von Einzelfällen kam es zu Absagen - aus anderen Gründen.

    Fakten

    In Deutschland gibt es nach Angaben des Deutschen Schaustellerbundes jährlich mehr als 3.000 Weihnachtsmärkte.

    Es stimmt, dass sich die Sicherheitsanforderungen für deutsche Märkte seit dem islamistischen Terroranschlag mit 13 Toten auf den Weihnachtsmarkt am Berliner Breitscheidplatz 2016 und nochmals nach der Attacke auf den Markt in Magdeburg 2024 mit sechs Toten erhöht haben. Zu flächendeckenden Absagen hat das allerdings nicht geführt.

    Die Stadt Magdeburg hält 2025 an der Durchführung eines Weihnachtsmarkts in der Altstadt fest, auch wenn fast eine Verdopplung der Kosten für die Sicherheit auf bis zu 150.000 Euro erwartet wird, wie etwa der MDR berichtet.

    Genauso haben viele weitere Städte für das laufende Jahr bereits bekannt gegeben, dass ihre Weihnachtsmärkte wie gewohnt besucht werden können - darunter Metropolen wie Berlin, Köln, Hamburg, München, Leipzig und Frankfurt, aber auch weniger große Städte wie Pirna in Sachsen oder kleine Gemeinden wie Seiffen im Erzgebirge oder Weiskirchen im Schwarzwälder Hochwald. Die Saison ist mit dem Winterdorf in Bayreuth sogar schon eröffnet.

    Vereinzelte Absagen kleinerer Märkte

    In wenigen Einzelfällen sind Absagen kleinerer Märkte bekannt geworden, ohne dass konkret ein Zusammenhang zu Sicherheitskosten hergestellt wurde:

    Rostock: Einen historischen Weihnachtsmarkt wird es wie im vergangenen Jahr auch 2025 nicht geben, wie die Ostsee-Zeitung berichtet. Im vergangenen Jahr scheiterten demnach die Pläne an der Kalkulation, dieses Jahr will sich die Stadt stattdessen auf ein Mittelalter-Spektakel im Mai 2026 konzentrieren. Dennoch muss in Rostock auf Glühwein nicht verzichtet werden.
    Hamburg: Im Stadtteil Rahlstedt stehen die sogenannten Winterterrassen nach nur zwei Jahren vor dem endgültigen Aus. Nach einem Bericht des Hamburger Abendblattes fanden sich wegen zu geringer Verdienstmöglichkeiten keine Schausteller und Gastronomen. Schon 2024 habe sich der Markt trotz einem 26.000-Euro-Zuschuss vom Bezirk finanziell nicht getragen. Interessierte können aber auf die vielen anderen Hamburger Märkte ausweichen.
    Dortmund: Der Weihnachtsmarkt am Schloss Bodelschwingh ist für dieses und nächstes Jahr bereits abgesagt. Der Grund: Renovierungsarbeiten am Schloss.

    Absagen von Volksfesten wegen Sicherheitskosten

    Im laufenden Jahr hat es durchaus Absagen von Volksfesten wegen gestiegener Kosten für Sicherheitsauflagen gegeben. So wurden zum Beispiel in Hessen der Radlersonntag im Kinzigtal, das Kirschblütenfest in Marburg oder eine Oldtimer-Show in Rüsselsheim abgeblasen.

    Sicherheitskonzepte werden meist von den Veranstaltern erstellt und von den örtlichen Behörden geprüft. Kommunen wie Heilbronn (Medienbericht dazu, Bezahlschranke) oder Landesregierungen wie die in Thüringen greifen bei den Sicherheitskosten unter die Arme.

    Ob weitere einzelne Weihnachtsmärkte in diesem Jahr geschlossen bleiben, bleibt abzuwarten. Davon, dass eine „überwiegende Mehrheit“ angeblich abgesagt wurde, kann jedoch keine Rede sein.

    (Stand: 30.10.2025)

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    Transparenzhinweis

    Das Projekt „Augsburg checkt‘s“ erfolgt in Zusammenarbeit der Stadt Augsburg, der Stadtwerke Augsburg, der Augsburger Allgemeinen, der Günter Holland Journalistenschule und der Deutschen Presseagentur. Stadt Augsburg und Stadtwerke Augsburg stellen Gebäude, Liegenschaften sowie Fahrzeuge für die Initiative zur Verfügung. Dort sind Plakate zu sehen, in den Trams und Bussen werden Inhalte von „Augsburg checkt‘s“ veröffentlicht. Auf Inhalte haben weder Stadt noch Stadtwerke Einfluss. Die Faktenchecks wurden von der Deutschen Presseagentur recherchiert und werden unter anderem über die Augsburger Allgemeine publiziert.

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