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Augsburg checkt's: mRNA-Impfstoffe machen nicht unfruchtbar

Augsburg checkt's

mRNA-Impfstoffe machen nicht unfruchtbar

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    Spritze mit Covid-19-Impfstoff.
    Spritze mit Covid-19-Impfstoff. Foto: Sina Schuldt/dpa

    Der ehemalige Pfizer-Vizepräsident Michael Yeadon verbreitet seit langem unbelegte Behauptungen über mRNA-Impfstoffe. Derzeit macht ein Video von einer Rede aus dem Oktober 2023 erneut die Runde. Darin sagt Yeadon, die Impfstoffe seien mit dem Ziel entwickelt worden, Menschen zu schaden und die Fruchtbarkeit zu reduzieren.

    Bewertung

    Es gibt keine Belege für die Behauptungen. Dennoch halten sie sich seit Jahren hartnäckig.

    Fakten

    mRNA-Impfstoffe basieren auf jahrzehntelanger Forschung und Entwicklung im Bereich der mRNA-Therapien. Der Covid-19-Impfstoff wurde in umfangreichen klinischen Studien geprüft und von Behörden weltweit zugelassen.

    Keine Hinweise auf Unfruchtbarkeit

    Zahlreiche wissenschaftliche Untersuchungen zeigen, dass die Impfstoffe, die Fruchtbarkeit weder bei Frauen noch bei Männern beeinträchtigen. Studien zu Eierstock- und Spermienfunktionen, Befruchtungsraten und Schwangerschaftsausgängen fanden bisher keine Hinweise auf negative Effekte. Eine Infektion mit dem Coronavirus hingegen kann Studien zufolge vorübergehend die männliche Fruchtbarkeit beeinträchtigen – nicht jedoch die Impfung.

    Nebenwirkungen treten selten auf

    Schwere Nebenwirkungen sind bei allen Covid-19-Impfstoffen sehr selten. In Zulassungsstudien mit Zehntausenden Teilnehmern traten sie nicht auf, erste Meldungen nach der Zulassung basieren auf Millionen verimpfter Dosen, mit fortlaufender Sicherheitsevaluation.

    In Deutschland überwacht das Paul-Ehrlich-Institut (PEI) fortlaufend die Impfstoffsicherheit. Bis zum 31. März 2023 gingen dort 55.486 Meldungen zu schwerwiegenden Verdachtsfällen ein, bei insgesamt rund 192 Millionen Impfungen. Das entspricht etwa 3 Fällen pro 10.000 Impfungen.

    (Stand: 15.10.2025)

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    Haben auch Sie einen Sachverhalt, den man einmal unter die Lupe nehmen sollte? Ein Foto, Video oder eine Aussage, die geprüft werden sollte? Dann freuen wir uns über Ihre Nachricht an die dpa-Faktenchecker unter 0160 3476409 via WhatsApp. (Keine Gewähr für eine Veröffentlichung)

    Transparenzhinweis

    Das Projekt „Augsburg checkt‘s“ erfolgt in Zusammenarbeit der Stadt Augsburg, der Stadtwerke Augsburg, der Augsburger Allgemeinen, der Günter Holland Journalistenschule und der Deutschen Presseagentur. Stadt Augsburg und Stadtwerke Augsburg stellen Gebäude, Liegenschaften sowie Fahrzeuge für die Initiative zur Verfügung. Dort sind Plakate zu sehen, in den Trams und Bussen werden Inhalte von „Augsburg checkt‘s veröffentlicht“. Auf Inhalte haben weder Stadt noch Stadtwerke Einfluss. Die Faktenchecks wurden von der Deutschen Presseagentur recherchiert und werden unter anderem über die Augsburger Allgemeine publiziert.

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