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Faktencheck Augsburg checkt‘s: Vorsicht vor gefälschter Telegram-Webseite

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Vorsicht Phishing: Tiktok-Accounts verlinken auf gefälschte Telegram-Webseite

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    Auf einem Smartphone wird das Logo der Plattform Tiktok angezeigt (Symbolfoto).
    Auf einem Smartphone wird das Logo der Plattform Tiktok angezeigt (Symbolfoto). Foto: Monika Skolimowska/dpa

    Angebliche Eilmeldung: Auf der Videoplattform Tiktok verbreitet ein Account Videos über einen vermeintlichen Geldsegen für deutsche Staatsbürger. An alle Personen der Geburtsjahrgänge 1949 bis 2010 würden demnach seit dem 29. September jeweils 3.400 Euro aus einem „Sozialfonds“ ausgezahlt bekommen - vorausgesetzt, sie haben bis zum 5. Oktober einen entsprechenden Antrag ausgefüllt. Einer dieser Clips hat über 40.000 Aufrufe erzielt, doch stimmen die Aussagen?

    Bewertung

    Zu schön, um wahr zu sein: Es handelt sich um einen Phishing-Versuch. Der Account verlinkt auf eine gefälschte Telegram-Webseite, auf der Nutzerinnen und Nutzer ihre Zugangsdaten eingeben sollen.

    Fakten

    Die Clips wurden alle vor dem 5. Oktober 2025 gepostet. Darin ist von einem rechtzeitigen Antrag die Rede. Kurz darauf sagt die Stimme in dem Video: „Alle Informationen zur Antragstellung finden Sie über den Link im Profil“. Auf dem Tiktok-Account, von dem die Videos stammen, ist tatsächlich ein Link hinterlegt.

    Dieser Link leitet Nutzerinnen und Nutzer zu einer Webseite weiter, die dem Messengerdienst Telegram nachempfunden ist. Dass es sich um eine Fälschung handelt, entlarvt ein Blick in die URL: Die gefälschte Webseite hat die Adresse „benefit-md.sbs/(...)“. Die offizielle Seite der App lautet hingegen „telegram.org“. Benutzerdefinierte Links, etwa zu Profilen, beginnen zudem mit „t.me/(Nutzername)“.

    Um angeblich 3.400 Euro zu erhalten, fordert die Fake-Seite die Besucher auf, ihre Identität mittels Telegram zu verifizieren. Spätestens an dieser Stelle ist Vorsicht geboten, denn damit ist klar: Es handelt sich um einen Phishingversuch.

    Polizei gibt Tipps zum Erkennen von Phishingwebseiten

    Das Landeskriminalamt Niedersachsen warnt in diesem Zusammenhang: „Die Täter versuchen, durch verschiedene Mittel über das Internet an die Passwörter und Zugangsdaten sowie weitere vertrauliche Daten der Opfer zu gelangen, mit der Absicht, diese Daten zu Geld zu machen oder anders zu missbrauchen/einzusetzen.“ Eine Methode sind gefälschte Webseiten. Die Polizei gibt Tipps, wie Bürgerinnen und Bürger solche Phishingseiten erkennen können.

    Die angebliche Zahlung von 3.400 Euro aus einem „Sozialfonds“ ist nur ein Vorwand. Es lassen sich keinerlei Belege oder Berichte von seriösen Nachrichtenseiten über eine solche Auszahlung finden.

    Videos sind offenbar Teil einer größeren Phishingmasche auf Tiktok

    Hinweise deuten darauf hin, dass es sich um eine größere Masche auf Tiktok handeln könnte: So lassen sich unter dem Benutzernamen „BenefitDE“ zahlreiche fast identische Profile finden. Viele davon verweisen in ihrer Bio und in Videos ebenfalls auf angebliche „Sozialleistungen“ oder „Auszahlungen“. Bei einer stichprobenartigen Untersuchung enthielten weitere Accounts in der Bio denselben Link zur gefälschten Telegram-Webseite.

    (Stand: 9.10.2025)

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    Haben auch Sie einen Sachverhalt, den man einmal unter die Lupe nehmen sollte? Ein Foto, Video oder eine Aussage, die geprüft werden sollte? Dann freuen wir uns über Ihre Nachricht an die dpa-Faktenchecker unter 0160 3476409 via WhatsApp. (Keine Gewähr für eine Veröffentlichung)

    Transparenzhinweis

    Das Projekt „Augsburg checkt‘s“ erfolgt in Zusammenarbeit der Stadt Augsburg, den Augsburger Stadtwerken, der Augsburger Allgemeinen, der Günter Holland Journalistenschule und der Deutschen Presseagentur. Stadt Augsburg und Stadtwerke Augsburg stellen Gebäude, Liegenschaften sowie Fahrzeuge für die Initiative zur Verfügung. Dort sind Plakate zu sehen, in den Trams und Bussen werden Inhalte von „Augsburg checkt‘s“ veröffentlicht. Auf Inhalte haben weder Stadt noch Stadtwerke Einfluss. Die Faktenchecks wurden von der Deutschen Presseagentur recherchiert und werden unter anderem über die Augsburger Allgemeine publiziert.

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