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Stromausfall in Berlin: Statt „Vulkangruppe“ nur Szene aus Graffiti-Film

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Stromausfall: Statt „Vulkangruppe“ nur Szene aus Graffiti-Film

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    Eine mit Graffiti besprühte S-Bahn fährt aus dem Berliner Ostbahnhof.
    Eine mit Graffiti besprühte S-Bahn fährt aus dem Berliner Ostbahnhof. Foto: Paul Zinken, dpa (Symbolbild)

    Nach dem Anschlag auf das Berliner Stromnetz sind Bekennerschreiben der mutmaßlichen Täter aufgetaucht. Online macht nun auch ein angebliches Video-Statement zum Brandanschlag in Berlin“ die Runde. Darin sind drei dunkelgekleidete und vermummte Personen vor einer Flagge des Stadtstaates zu sehen. Es soll sich angeblich um Mitglieder einer der linksextremistischen „Vulkangruppen“ handeln, heißt es. Doch hat der Clip wirklich einen aktuellen Bezug zu dem Stromausfall im Berliner Südwesten?

    Bewertung

    Nein, das Video ist nicht aktuell. Es handelt sich um Ausschnitte um aus einem alten Film über die Graffiti-Szene in Berlin.

    Fakten

    Mithilfe von Bilderrückwärtssuchen lassen sich Videos auf Youtube finden. In einem 2019 hochgeladenen Video ist der kursierende Clip enthalten. Ab Minute 6:59 ist exakt dieselbe Sequenz zu sehen.

    Doch das Video zeigt kein aktuelles „Video-Statement“ zum Anschlag auf das Berliner Stromnetz. Es hat einen anderen Bezug: Zu Beginn des Videos sind dieselben vermummten Personen zu sehen. Einer sagt dabei „Graffiti never dies!“. Anschließend sind Bilder zu sehen, wie Personen Graffiti unter anderem auf S-Bahnen sprühen.

    Das 2019 veröffentlichte Youtube-Video ist 7:44 Minuten lang, es zeigt ebenfalls nur einen Ausschnitt. Dieser stammt offenbar aus einem über eine Stunde langen Film über Berliner Graffiti-Sprayer aus dem Jahr 2004.

    Eine „Vulkangruppe“ reklamiert Anschlag für sich

    In der Folge des mutmaßlich linksextremistisch motivierten Brandanschlags waren von Samstagmorgen bis Mittwoch im Südwesten Berlins zunächst 45.000 Haushalte und 2.200 Unternehmen ohne Strom. Die Bundesanwaltschaft in Karlsruhe hat die Ermittlungen übernommen.

    In einem ersten Bekennerschreiben hatte eine der linksextremistischen „Vulkangruppen“, die seit 2011 vor allem in Berlin und Brandenburg immer wieder Brandanschläge auf die öffentliche Infrastruktur verübt haben sollen, die Tat für sich reklamiert. Mittlerweile sind in dem Zusammenhang weitere Schreiben aufgetaucht, bei denen zunächst nicht geklärt war, ob sie authentisch sind.

    Das Bundesamt für Verfassungsschutz (BfV) sieht derweil in den „Vulkangruppen“ nicht eine Gruppierung mit einer einheitlichen Führung, sondern geht vielmehr davon aus, dass es sich um verschiedene Gruppen aus dem Bereich des militanten Anarchismus handelt.

    (Stand: 8.1.2026)

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    Haben auch Sie einen Sachverhalt, den man einmal unter die Lupe nehmen sollte? Ein Foto, Video oder eine Aussage, die geprüft werden sollte? Dann freuen wir uns über Ihre Nachricht an die dpa-Faktenchecker unter 0160 3476409 via WhatsApp (Keine Gewähr für die Bearbeitung).

    Transparenzhinweis

    Das Projekt „Augsburg checkt‘s“ erfolgt in gemeinsamer Zusammenarbeit der Stadt Augsburg, den Stadtwerken Augsburg, der Augsburger Allgemeinen und der Deutschen Presseagentur. Stadt und Stadtwerke stellen Gebäude, Liegenschaften sowie Fahrzeuge für die Initiative zur Verfügung. Auf Inhalte haben sie keinen Einfluss. Die Faktenchecks wurden von der Deutschen Presseagentur recherchiert und werden über die Augsburger Allgemeine publiziert. 

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