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Umfrage

14.10.2020

Vier von fünf Deutschen fordern einheitliche Bußgelder für Maskenverweigerer

In der Öffentlichkeit sorgen falsch oder nicht getragene Masken immer wieder für Streit.
Bild: Weronika Peneshkom, dpa (Symbolbild)

Exklusiv Die Maskenpflicht ist ein Streitthema, dabei ist die Haltung vieler Deutscher klar: Sie sind dafür, dass Maskenverweigerer bundesweit dasselbe Bußgeld bezahlen müssen.

Maske unter der Nase, Maske in der Tasche, Maske am Kinn: Die Verpflichtung, in bestimmten Situationen einen Mund-Nasen-Schutz zu tragen und die Frage, inwiefern Verstöße geahndet werden sollten, sorgt seit Monaten für Diskussionen. Eindeutig ist wiederum die Meinung einer deutlichen Mehrheit im Land: Vier von fünf Deutschen sprechen sich für bundesweit einheitliche Bußgelder für Maskenverweigerer aus.

In einer repräsentativen Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Civey für unsere Redaktion erklären 78,2 Prozent der Befragten, dass sie es bevorzugen würden, wenn das Nicht-Tragen einer Maske in allen Bundesländern gleichermaßen geahndet würde. Zwei von drei Deutschen beantworten die Frage nach einheitlichen Bußgeldern gar mit "Ja, auf jeden Fall." Jede Fünfte wiederum (19 Prozent) ist gegen einheitliche Strafen. Lediglich 2,8 Prozent der Befragten sind in dieser Frage unentschieden - ein vergleichsweise geringer Wert.

Einig sind sich in der Diskussion die Anhänger fast aller im Bundestag vertretenen Parteien: Unter den Wählern von Union, Grünen, SPD und Linken spricht sich stets eine überwältigende Mehrheit dafür aus, Maskenverweigerer in jedem Bundesland mit demselben Bußgeld zu belegen. FDP-Anhänger zeigen sich in der Tendenz gespalten. Unter AfD-Wählern schlägt das Pendel andersherum aus: Drei von fünf Befragten sind gegen einheitliche Bußgelder.

Deutlich diffuser ist wiederum das Stimmungsbild, wenn es um die Frage geht, wie viel Strafe jemand zahlen sollte, der sich weigert, eine Maske - etwa in öffentlichen Verkehrsmitteln - zu tragen. Bayerns Ministerpräsident Markus Söder hatte sich zuletzt für ein bundesweit einheitliches Bußgeld von 250 Euro stark gemacht, nachdem sich die meisten Ministerpräsidenten Ende August auf ein Bußgeld von mindestens 50 Euro geeinigt hatten.

In einer weiteren Civey-Umfrage im Auftrag unserer Redaktion beurteilen 42,1 Prozent der Befragten die Höhe von 250 Euro als "genau richtig". Rund jeder Dritte (35,3 Prozent) empfände ein solches Bußgeld als "zu hoch", während sich rund jeder Fünfte (20,9 Prozent) eine höhere Strafzahlung wünschen würde.

Am größten ist der Anteil derjenigen, die sich ein einheitliches Bußgeld von 250 Euro wünschen würden, unter Anhängern von Union, Grünen und SPD. Sieben von zehn AfD-Wählern sagen dagegen, der diskutierte Betrag sei zu hoch.

 

Das Meinungsforschungsinstitut Civey zählt für seine repräsentativen Umfragen nur die Stimmen registrierter und verifizierter Internetnutzer, die Daten wie Alter, Wohnort und Geschlecht angegeben haben. Die Stimmen werden nach einem wissenschaftlichen Verfahren gemäß der Zusammensetzung der deutschen Bevölkerung gewichtet. Für die Frage "Sollten zur Bekämpfung des Coronavirus bundesweit einheitliche Bußgelder für Maskenverweigerer eingeführt werden?" wurden im Zeitraum vom 12. bis 14.10.2020 die Antworten von 5027 Teilnehmern aus Deutschland berücksichtigt. Für die Frage "Wie bewerten Sie die Höhe des Bußgelds von 250 Euro für Maskenverweigerer, wie es der bayerische Ministerpräsident Markus Söder vorschlägt?" wurden im selben Zeitraum die Antworten von 5007 Teilnehmern aus Deutschland berücksichtigt. Der statistische Fehler liegt jeweils bei 2,5 Prozent.

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