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Olympia 2026: Der Wildbestand rund um Antholz ist in Gefahr

Olympia 2026

Der Wildbestand rund um Antholz ist in Gefahr

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    Julia Tannheimer aus Ulm tritt bei ihren ersten Olympischen Spielen an.
    Julia Tannheimer aus Ulm tritt bei ihren ersten Olympischen Spielen an. Foto: Hendrik Schmidt, dpa

    Schon wieder Kaninchen? Mancher Gast im Antholzer Tal mag sich fragen, warum dieses Gericht so häufig auf der Speisekarte in seinem Hotel steht. Oder weshalb auch Rehgerichte verschwenderisch häufig angeboten werden. Man könnte nun mit dem Geschmack argumentieren, dass Wildgerichte einfach lecker sind. Man könnte aber auch einen anderen Erklärungsansatz finden.

    In Antholz steigen gerade die Biathlon-Wettbewerbe der Olympischen Spiele. Die Mischung aus Langlauf und Skating ist ebenso spannend wie reizvoll. Aber im schlimmsten Fall auch eine Gefahr für die heimische Tierwelt. Vor allem, wenn die deutschen Biathletinnen und Biathleten am Schießstand auftauchen.

    Nun mag es gewagt sein, die Speisekarten der Gaststätten mit den Biathlon-Wettbewerben in Verbindung zu bringen. Andererseits ist der Anstieg der Wildgerichte auffallend. Und schaut man auf die Schießleistung des deutschen Teams, scheint ein Zusammenhang nicht ausgeschlossen. Die angepeilten Scheiben treffen Franziska Preuß und Co. nicht wirklich regelmäßig. Die Gefahr für herumstreunende Hasen oder Rehe scheint durchaus gegeben.

    Noch zwei Wettbewerbe stehen an

    Im Umfeld des Stadions in Antholz machen schon Witze die Runde, dass der Wildbestand der näheren Umgebung stark gefährdet ist. Zumindest, wenn die Biathlon-Wettbewerbe noch länger andauern. Die gute Nachricht: am Samstag ist Schluss. Die schlechte: zwei Wettbewerbe stehen bis dahin noch an. Jeweils der Massenstart bei Männern und Frauen. Es gibt also noch viele Möglichkeiten, danebenzuschießen. Und die armen Tiere im Wald in Angst und Schrecken zu versetzen. Nicht, dass es Philipp Nawrath und seine Kollegen darauf anlegen würden. Aber wer weiß schon, wo im schlimmsten Fall eine verirrte Kugel landet.

    Im Stadion geht schon der Warnhinweis herum: Köpfe einziehen, die Deutschen kommen an den Schießstand. Fairerweise sollte betont werden, dass auch andere Nationen mal daneben schießen. Nicht aber mit diesen fatalen Folgen. Wegen mangelhafter Leistungen haben die deutschen Athletinnen und Athleten in den Staffelwettbewerben eine Medaille verpasst. Das ist zuvor noch nie passiert.

    Früher diente das Skilanglaufen und Schießen zur Nahrungssicherung. Der Biathlonsport, wie wir ihn heute kennen, hat seinen Ursprung im 18. Jahrhundert in der skandinavischen Jagd- und Militärtradition. Damals aber ging es hauptsächlich darum, seinen Hunger zu stillen. Medaillen oder Weltcup-Punkte waren nicht das Ziel. Eine gute Nachricht für das deutsche Team. Verhungern würden sie zumindest nicht.

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