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Olympia 2026: Ohrstöpsel: Ja. Kondome: Nein. So lebt es sich im Olympischen Dorf

Olympia 2026

Ohrstöpsel: Ja. Kondome: Nein. So lebt es sich im Olympischen Dorf

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    Die beiden Eishockeyspielerinnen Nicola Hadraschek-Eisenschmid (links) und Anne Bartsch zeigen ihr Zimmer im Olympischen Dorf.
    Die beiden Eishockeyspielerinnen Nicola Hadraschek-Eisenschmid (links) und Anne Bartsch zeigen ihr Zimmer im Olympischen Dorf. Foto: Peter Kneffel, dpa

    Ein bisschen heimelig muss es sein. Also ran an die Wände, Bilder aufhängen. Die wenigen Quadratmeter hübsch machen. Die beiden deutschen Eisschnellläufer Felix Maly und Hendrik Dombek sind Zimmergenossen auf Zeit. Seit vielen Jahren schon, jetzt bei Olympia in Italien wieder. Sie teilen sich im Olympischen Dorf in Mailand wenige Quadratmeter.

    In den Stockwerken sechs und sieben des Appartementgebäudes ist die deutsche Mannschaft untergekommen. 38.000 Quadratmeter ist das Dorf groß, später soll es als Studentenwohnheim genutzt werden. Jetzt aber sind Sportler aus aller Welt da. Die deutsche Mannschaft teilt sich das Gebäude mit der Schweiz, Polen, Tschechien und der Türkei. Direkt neben dem Dorf hat der Modehersteller Prada einen Museums- und Ausstellungsraum eröffnet. Einen Sinn für Mode aber hat in den Tagen der Spiele niemand, zumindest kein Sportler.

    Die Zimmer sind zweckmäßig eingerichtet. Zwei Betten, ein kleiner Schrank, kein Fernseher. Und bei den beiden Eisschnellläufern eben viele Fotos an den Wänden. Anders als bei den beiden Eishockeyspielerinnen Nicola Hadraschek-Eisenschmid und Anne Bartsch, deren Wände eher kahl sind. Dafür hängen bei ihnen an der Tür Bilder mit aufmunternden Botschaften. Erstellt von einer Teambetreuerin. Soll keiner sagen, es fehle an mentaler Unterstützung.

    Die Kantine hat 24 Stunden geöffnet

    67 deutsche Sportlerinnen und Sportler sind in Mailand untergebracht, also ein Drittel des gesamten Teams. In einem Raum hat die deutsche Delegation für Ruhe gesorgt. Einen Rückzugsort für gestresste Sportler geschaffen. Auch gibt es die Möglichkeit, sich psychologisch betreuen zu lassen. Von einer Welfare-Managerin, die sich um die mentale Gesundheit kümmert.

    Das Gelände des Dorfes ist überschaubar, man kann problemlos von einem Ende zum anderen schauen. Die Kantine hat 24 Stunden geöffnet, der Fitnessbereich auch. Sponsoren haben Lounges zur Ablenkung eingerichtet. Mit Liegestühlen, Kickertischen oder Airhockey-Spielen. Langweilig soll es keinem werden. Und sich schon gar kein Lagerkoller einschleichen.

    Die deutsche Delegation hat jedem Athleten ein Willkommenspaket geschnürt. Mit Schlafmaske drin, Ohrenstöpseln, aber auch einer Team-D-Medaille. Die erste Anerkennung schon vor den Spielen. Kondome allerdings fehlen. Anders noch als bei den Sommerspielen vor zwei Jahren in Frankreich, als von den Organisatoren angeblich bis zu 300.000 Kondome im Olympischen Dorf verteilt wurden. Bei den Winterspielen scheint es da unterkühlter zuzugehen.

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