Augsburg l oll l Gestern Abend ging Blickpunkt Sport, der Klassiker unter den regionalen Sportsendungen der ARD, zum 1500. Mal auf Sendung. Das Bayerische Fernsehen feierte das Jubiläum mit einer 120-minütigen Gala. Zu den Gästen zählte neben ehemaligen Moderatoren und vielen Sportstars auch der Augsburger Heinz Köppendörfer (73), der die Sendung von 1976 bis 1990 moderierte.
Wie war's, viele ehemalige Weggefährten und Gäste wieder gesehen zu haben?
Köppendörfer: Sehr schön natürlich. Günther Wolfbauer oder Manfred Vorderwülbecke habe ich viele Jahre nicht mehr getroffen. Da macht das Wiedersehen natürlich Freude.
Wie sehr hat sich Blickpunkt Sport in den vergangenen 30 Jahren verändert?
Köppendörfer: Ganz erheblich. Heute lebt diese Sendung in erster Linie vom Fußball, was ja wohl auch so sein muss, und noch ein wenig vom Wintersport. Früher waren wir ein Schaufenster für den gesamten bayerischen Sport. Da kamen auch viele Randsportarten ins Bild.
Welche Gäste haben Sie besonders gerne eingeladen?
Köppendörfer: Da gab es viele. Wenn die Rallye-Weltmeister Walter Röhrl und Christian Geistdörfer da waren, dann wurden die Gespräche beinahe zu Selbstläufern, so eloquent waren die beiden. Wenn Sepp Maier im Studio saß, dann wurde es lustig. Gerne erinnere ich mich auch an einen der ersten Besuche von Klaus Augenthaler. Der junge Bayern-Profi hat frisch von der Leber weg geplaudert. Das war klasse.
Gab's auch mal richtig Ärger?
Köppendörfer: Den gab es. Erich Riedl, der ehemalige Präsident des TSV 1860 München, hat seinem Unmut über einen Filmbeitrag über ein Bundesligaspiel der Löwen im Studio kräftig und lautstark Luft gemacht. Zwei Wochen später haben wir uns wieder versöhnt.