Mit seinem frühzeitigen Sieg bleibt Vitali Klitschko Box-Weltmeister im Schwergewicht. Der WBC-Champion besiegte am Samstag in Köln den Exil- Kubaner Odlanier Solis durch technischen K.o. in der ersten Runde. Klitschko hält den Titel des WBC seit drei Jahren und baute seine Erfolgsserie auf 42 Siege in 44 Kämpfen aus. Es war bereits das 14. WM-Duell des 39-jährigen Ukrainers.
Der an Nummer eins des Verbandes gesetzte Solis musste dagegen nach 17 Siegen die erste Niederlage seiner Profikarriere hinnehmen. Er fing sich am Ende der ersten Runde einen Schlag an die Schläfe von Klitschko ein, ging zu Boden und wurde vom Ringrichter ausgezählt.
Später erklärten Solis und seine Ecke, er habe sich im Kampf das Knie verletzt, sein technischer K.O. sei nicht durch Schlagwirkung erfolgt. Auch der Ringarzt schloss eine Bänder-Verletzung beim Klitschko-Herausforderer nicht aus. Das enttäuschte Kölner Publikum begleitete diese Erklärungen mit lauten Buhrufen. Auch Beobachter sahen das Ende des WM-Kampfes anders. Denn Vitali Klitschko hatte bei seinem Gegner einen sauberen Treffer an die Schläge gelandet. Solis war nach dem Treffer sichtbar wackelig auf den Knien. Der Abbruch durch den Ringrichter war gerechtfertigt
Mit dem Sieg in Köln sind die Brüder Wladimir und Vitali Klitschko ihrem Traum ein Stück näher gekommen. Die beiden Boxer wollen bis zum Sommer alle Weltmeister-Gürtel im Schwergewicht auf sich vereinen.