Startseite
Icon Pfeil nach unten
Sport
Icon Pfeil nach unten

Eklat: Lange bricht sein Rennen im Viererbob ab

Sport

Eklat: Lange bricht sein Rennen im Viererbob ab

  • |
  • |
  • |
    Eklat: Lange bricht sein Rennen im Vierbob ab
    Eklat: Lange bricht sein Rennen im Vierbob ab Foto: DPA

    "Ich habe technische Probleme und kein Grip bei meinen Kufen. In Kurve elf hatte ich große Probleme, der Rest war nur Flugschule", sagte er, nachdem er im kleinen Schlitten 24 Stunden zuvor nur Fünfter geworden war. Heftige Kritik am Viererbob des Instituts für Forschung und Entwicklung von Sportgeräten (FES) in Berlin kam zwei Wochen vor den Welttitelkämpfen in Lake Placid auch von Thomas Florschütz aus Riesa, der im Zweierbob mit Marc Kühne noch die olympische Generalprobe gewonnen hatte. "Wir verlieren gut drei Kilometer pro Stunde an Geschwindigkeit, da müssen sich der Verband und die FES mal langsam Gedanken machen", sagte Florschütz, der nur Elfter in der "Königsdisziplin" wurde.

    Der Sieg im großen Schlitten ging an den Letten Janis Minins, der mit Startnummer eins und in 1:42,17 Minuten am Ende 6/100 Sekunden Vorsprung vor dem US-Amerikaner Steven Holcomb hatte. Dritter wurde der Russe Alexander Subkow. Karl Angerer aus Königssee, der mit einem neuen Singerbob unterwegs war, wurde als Neunter bester Deutscher.

    Der zweimalige Olympiasieger Christoph Langen, der seit Saisonbeginn am FES-Vierer seines ehemaligen Rivalen Lange mitbastelt, reagierte mit Unverständnis auf Langes Abbruch. "Dass wir noch Probleme mit dem Vierer haben, steht außer Frage. Doch Priorität hat Olympia 2010 und nicht die WM im vor-olympischen Jahr. Wir arbeiten mit Hochdruck, doch in nur vier Monaten kann man kein komplett neues Gerät hinstellen", sagte er. Langen betonte aber auch, dass "die fahrerischen Leistungen von Lange nicht mit denen der Vorsaison vergleichbar sind". Auch die FES-Experten wiesen auf die unterschiedlichen Leistungen von Lange im Training und Wettkampf hin.

    Nach dem Zweierbob-Rennen war Lange noch gelassen. Die Zeit habe er am Start verloren, meinte der Oberhofer, der mit Rene Hoppe im Bob saß. "Aber wenn mein Rennpferd Kevin Kuske wieder mit dabei ist, mache ich mir keine so großen Sorgen", sagte der 35-Jährige.

    Florschütz wollte im kleinen Schlitten mit Blick auf die WM personell nicht mehr experimentieren. "In der letzten Zeit hat man gesehen, dass ich ein Wettkampftyp bin. Wir haben auch hier saubere Arbeit geleistet. Einen besseren Einstand auf der Olympia-Bahn konnte ich mir nicht wünschen", sagte der 30-Jährige.

    Diskutieren Sie mit
    XXX 0 Kommentare
    hier kommen komentare rein
    Dieser Artikel kann nicht mehr kommentiert werden