"Es tut mir leid, sehr leid. Ich wollte nicht, dass das passiert", sagte der Formel-1-Pilot aus Gräfelfing i(Landkreis München) am ersten von zwei geplanten Verhandlungstagen. Der deutsche Formel-1-Pilot hatte bei einem Streit im April vergangenen Jahres nach dem Großen Preis von China den Lotus-Renault-Mitbesitzer Eric Lux mit einem Champagner-Glas am Hals verletzt. Es sei nicht seine Absicht gewesen, Lux zu verletzen, betonte der derzeit arbeitslose Rennfahrer. Sutil hatte zusammen mit seinem Freund Lewis Hailton dessen Sieg beim großen Preis von China gefeiert.
Sutil beteuerte vor Gericht, dass er sich mehrfach für den Vorfall in einer Nobeldisco in Shanghai bei Lux habe entschuldigen wollen. Lux erklärte bei seiner Aussage, dass er erwartet hätte, dass Sutil zu ihm nach Luxemburg komme und sich dort persönlich entschuldigen würde. "Ein Anruf ist nicht gut genug", sagte der Luxemburger, der von der Auseinandersetzung eine beträchtliche Narbe am Hals zurückbehalten hat. Die Wunde unterhalb des linken Ohres war damals mit mehreren Stichen genäht worden. Nach eigener Aussage hatte Sutil auch angeboten, ein Wohltätigkeitsprojekt von Lux in Afrika zu unterstützen.
In einem Strafbefehl hatte die Staatsanwaltschaft zunächst ein Jahr auf Bewährung für Sutil gefordert. Sutil sagt, er habe dem Luxemburger Geschäftsmann den Inhalt des Glases ins Gesicht schütten wollen. Dabei soll er Lux mit dem Glas getroffen und verletzt haben. Sutil gilt normalerweise als äußerst besonnen. (dpa)