Startseite
Icon Pfeil nach unten
Sport
Icon Pfeil nach unten

Leichtathletik: Berlin-Marathon 2013: Zwischenfall überschattet Weltrekord von Kipsang

Leichtathletik

Berlin-Marathon 2013: Zwischenfall überschattet Weltrekord von Kipsang

  • |
  • |
  • |
    Der Kenianer Wilson Kipsang lief in Berlin Weltrekordzeit über die Marathon-Distanz.
    Der Kenianer Wilson Kipsang lief in Berlin Weltrekordzeit über die Marathon-Distanz. Foto: Boris Roessler (dpa)

    Der Kenianer Wilson Kipsang ist beim 40. Berlin-Marathon Weltrekord gelaufen. Der 31-Jährige gewann am Sonntag den 42,195-Kilometer-Klassiker in inoffiziellen 2:03,23 Stunden und blieb deutlich unter der alten Bestmarke seines Landsmanns Patrick Makau. Dieser war am 25. September 2011 ebenfalls in Berlin 2:03,38 gerannt. Kipsang sicherte sich damit eine Siegprämie in Höhe von 40 000 Euro, zudem gibt es 50 000 Euro für den Rekord.

    Berlin Marathon 2013: Wilson Kipsang bricht Weltrekord von Patrick Makau

    Makau hatte wegen einer Entzündung im Knie auf einen Start verzichten müssen. Eliud Kipchoge wurde Zweiter vor Geoffrey Kipsang (beide ebenfalls Kenia).

    Bei Sonnenschein und Temperaturen um die 10 Grad waren mehr als 40 000 Läuferinnen und Läufer unterwegs. Gestern gab es traurige Nachrichten vom Berlin Marathon - es hatte sich ein Todesfall ereignet. Am Samstag waren bereits die Skater auf ihrem eigenen Marathon unterwegs. Am Kottbusser Tor brach plötzlich ein 71-jähriger Skater zusammen. Er war tot.

    Für eine Schrecksekunde bei Veranstaltern und Zuschauern des Berlin-Marathon 2013 hat ein Flitzer beim Weltrekord-Lauf von Wilson Kipsang gesorgt. Der Mann stürmte wenige Meter vor dem Ziel auf die Strecke und überquerte vor dem neuen Weltrekordmann aus Kenia die Ziellinie. "Wir haben ihn der Polizei übergeben und haben ihm Hausverbot erteilt", erklärte Renndirektor Mark Milde zu dem Vorfall.

    Zwischenfall beim Berlin-Marathon: Kipsang beim Zieleinlauf behindert

    Der Störenfried trug beim Zieldurchlauf des Berlin-Marathons eine Startnummer F7527, die für eine Läuferin aus Niedersachsen in der Altersklasse W35 ausgestellt war. Zwischenzeiten wurden am Sonntag für diese Startnummer nicht registriert. Männer-Sieger Kipsang wurde durch die Aktion auch die traditionelle Durchquerung des Zielbandes verwehrt. Erst hinter dem Ziel konnten Ordnungskräfte den Mann stoppen. Nach Informationen der Zeitung "Die Welt" soll es sich um einen 35-Jährigen handeln. Alles Weitere übernehme jetzt die Polizei, sagte Renndirektor Milde.

    Erschreckend ist der Vorfall vor allem unter dem Sicherheitsaspekt. Die Veranstalter des Berlin-Rennens hatten nach dem Bombenattentat im April beim Boston-Marathon, bei dem drei Menschen starben, die Sicherheitsvorkehrungen erhöht. Erstmals war der Tiergarten komplett eingezäunt worden, die Zuschauer des Start- und Zielbereichs wurden stichprobenartig kontrolliert. "Wir wollen keinen Hochsicherheitstrakt, aber alle sollen sich sicher fühlen", hatte Geschäftsführer Jürgen Lock vom Veranstalter SCC-Events angekündigt.

    Berlin Marathon: Strecke zum ersten Mal teilweise umzäunt

    Zum ersten Mal war der Start- und Zielbereich im Berliner Tiergarten umzäunt. Damit und mit Personenkontrollen reagierten die Veranstalter auf die Anschläge beim Lauf in Boston. Am 15. April waren bei einem Bombenanschlag drei Menschen getötet worden. (AZ/dpa)

    Diskutieren Sie mit
    XXX 0 Kommentare
    hier kommen komentare rein
    Dieser Artikel kann nicht mehr kommentiert werden