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Sensations-Sieg gegen Inter Mailand: Schalke wie vom anderen Stern

Sensations-Sieg gegen Inter Mailand

Schalke wie vom anderen Stern

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    Schalker Raúl (l.) und Edu: "Noch immer unbegreiflich"
    Schalker Raúl (l.) und Edu: "Noch immer unbegreiflich"

    Die größte Überraschung im Zuge dieses verrückten, begeisternden, sensationellen Spiels waren die Reaktionen der Schalker Spieler nach dem Abpfiff. Wer Sekunden nach Spielschluss im Mailänder San Siro-Stadion einen Blick auf die Spieler im Mittelkreis warf, entdeckte grinsende Akteure, die sich freudig abklatschten, aber keineswegs einen der größten Siege der Vereinsgeschichte zu feiern schienen.

    Wahrscheinlich konnten sie immer noch nicht fassen, was sich zuvor zugetragen hatte: 5:2 (2:2) hatte der FC Schalke im Viertelfinale der Champions League bei Inter Mailand gewonnen. Der Titelverteidiger wurde in der eigenen Arena entzaubert, vorgeführt. Schalke, in der Bundesliga derzeit allenfalls Mittelmaß, kann fürs Halbfinale planen. Dort stand der Klub noch nie.

    "Für die Zuschauer war es ein fantastisches Spiel und für uns ein grandioser Abend", sagte Trainer Ralf Rangnick. Für den neuen Coach in Gelsenkirchen gerät der Start beim Revier-Klub zum Traumstart. Nach dem 2:0-Sieg in der Bundesliga beim FC St. Pauli ließ er mit dem Sensations-Erfolg in Italien einen Sieg für die Ewigkeit folgen. Besser kann ein Debüt nicht verlaufen.

    Schalke demontiert Inter Mailand

    Ähnlich wie in Hamburg agierte der FC Schalke unter dem Nachfolger von Felix Magath auch in Italien wie ausgewechselt - und das, obwohl Rangnick auf die Stammspieler Christoph Metzelder (Abwehr) und Peer Kluge (Mittelfeld) verzichten musste. Sicher in der Defensive, mit teils sehenswertem Passspiel in der Offensive und hoher Lauf- und Kampfbereitschaft demontierte der Bundesligist den klaren Favoriten.

    Matip (17.), der Brasilianer Edu (40./75.) sowie Raul (53.) mit seinem 72. Europapokaltor deckten die Abwehrschwächen der Italiener schonungslos auf, auch wenn Diego Milito (34.) sein Team zwischenzeitlich zum zweiten Mal in Führung schoss, nachdem Dejan Stankovic Inter in der ersten Minute per Traumtor in Front brachte. Den fünften Schalker Treffer steuerte Verteidiger Andrea Ranocchia (57.) per Eigentor bei.

    Für Kapitän Manuel Neuer war das Ergebnis auch lange nach dem Abpfiff "noch immer unbegreiflich". Das finanziell klamme Schalke kann sich im Fall der Halbfinalqualifikation über eine weitere UEFA-Prämie von 4,2 Millionen Euro freuen. Viel wichtiger aber scheint das sportliche Signal des Dienstagabends zu sein: Schalke, das auch im DFB-Pokalfinale steht, schickt sich an, aus einer vermeintlich verkorksten Saison eine äußerst erfolgreiche zu machen.

    "Wir haben sicher einen großen Schritt gemacht, aber noch nicht den endgültigen", sagte Rangnick irgendwann am Abend auch noch - und versuchte, die Euphorie vor dem Rückspiel am kommenden Mittwoch nicht zu groß werden zu lassen. Er wird damit große Mühe haben. (cpa)

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