Die spielfreie Zeit ist vorbei, die Vorbereitung läuft in den letzten Zügen – und im Skaterhockey-Team des TV Augsburg steigt die Spannung vor dem Start in die neue Bundesliga-Saison. Nach dem starken Aufsteigerjahr mit Platz sechs und dem Einzug in die Play-offs will sich die Mannschaft weiter in der höchsten Spielklasse etablieren. Der Spielplan bietet einen äußerst attraktiven Einstieg: Direkt zwei Heimspiele am Auftaktwochenende – zunächst am Samstag (18.30 Uhr/ TVA-Arena Gabelsberger Straße) gegen die ESC Moskitos Essen, am Sonntag um 14 Uhr an gleicher Stelle gegen die Bissendorf Panthers.
Auftakt gegen Essen: Direkt gefordert
Mit Essen wartet gleich zu Beginn ein körperlich robuster und taktisch disziplinierter Gegner. Für den TVA ist es ein guter Gradmesser, um zu sehen, wo man nach der Vorbereitung steht. Trainer Fabio Carciola ordnet die Ausgangslage klar ein: „Gerade zum Saisonstart geht es darum, die eigenen Abläufe konsequent umzusetzen und defensiv stabil zu stehen. Die Mannschaft hat in der Vorbereitung intensiv gearbeitet – wir freuen uns, wenn es wieder losgeht.“
Das Wiedersehen mit Bissendorf
Noch brisanter dürfte das zweite Heimspiel werden. Gegen Bissendorf sind die Erinnerungen an das dramatische Play-off-Aus mit 14 Gegentoren in Folge noch präsent. Die Partie bietet früh in der Saison die Chance, ein anderes Gesicht zu zeigen. Abteilungsleiter und Routinier Stefan Gläsel, der das Team im vergangenen Jahr mit 30 Saisontoren anführte, bringt das anstehende Duell passend auf den Punkt: „Ich würde lügen, wenn wir nicht eine Extraportion Motivation gegen Bissendorf haben. Besonders, da wir zu Hause spielen, denn hier wollen wir am liebsten alle Spiele für uns entscheiden. Allerdings hat Bissendorf, wie wir, einen Doppelspieltag. Das heißt, es kommt dann am Sonntag auch darauf an, wer noch mehr Körner im Tank hat. “
Kontinuität als Schlüssel
Ein wesentlicher Pluspunkt für den TVA ist die personelle Stabilität. Der Großteil des Kaders ist zusammengeblieben, auch auf der Trainerposition herrscht Kontinuität. Die Hierarchien sind noch klarer, die jungen Spieler haben Erfahrung gesammelt. Carciola betont die Entwicklung seiner Mannschaft: „Wir alle waren wirklich sehr zufrieden mit der Leistung vom vergangenen Jahr. Das Einzige, was man vielleicht sagen kann, ist, dass die Konstanz über die vollen 60 Minuten in vereinzelten Spielen gefehlt hat.“
Nachhaltiger Weg mit klarer Zielsetzung
Im vergangenen Sommer vermerkte Gläsel rund 300 Mitglieder in der Skaterhockey-Abteilung. Diese stabile Basis ist seither noch weiter angewachsen. „Vor allem beim Nachwuchs, bei den ganz Kleinen in der Laufschule, ist die Nachfrage groß“, resümiert er die Entwicklung. Der Nachwuchsbereich wachse kontinuierlich, eigene Talente sollen weiter an das Bundesliga-Team herangeführt werden – das ist das Ziel. Dieser Schritt ist schwer, weiß Gläsel: „Im Skaterhockey wie auch beim Eishockey ist der Unterschied vom Jugend- zum Herrenbereich aufgrund des erhöhten Körpereinsatzes enorm. Dennoch versuchen wir, die Jugendspieler einzubinden, lassen sie aber auch über unsere Regionalligamannschaft die ersten Erfahrungen sammeln.“
Etablieren im Oberhaus
Der TVA sieht sich auch in der neuen Saison im gesicherten Mittelfeld der Zehner-Liga. Ein erneuter Play-off-Einzug sei das Ziel, ohne sich dabei selbst unnötig unter Druck zu setzen, so Gläsel. Auch Carciola betont: „Wir waren rundum zufrieden mit dem letzten Jahr. Auch in diesem Jahr heißt es Abstiegskampf vermeiden, und der Rest ist einfach Bonus.“ Mit dem Nachwuchskonzept im Rücken soll ein lang- bis mittelfristiger Aufenthalt in Deutschlands Oberhaus angestrebt werden, so Gläsel.
Auftakt als Wegweiser
Die beiden Heimauftritte zum Start sind mehr als nur zwei Partien im Kalender. Sie sind ein erster Fingerzeig, wohin es für den TVA in dieser Saison geht. Gegen Essen zählt ein konzentrierter Auftakt, gegen Bissendorf Charakter und Reife. Das Wichtigste ist, dass die Teamchemie wieder so stimmig wie in der Bundesliga-Premierensaison ist. Trainer Carciola betont: „Gemeinsam waren wir letztes Jahr stark und genau das wollen wir auch in diesem Jahr wieder sein“.
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