Erst hatten sie kein Glück, dann kam auch noch Pech dazu. An diesen Spruch von Ex-Bundesligaprofi Jürgen Wegmann erinnern die beiden Augsburger Fußball-Regionalligisten. Wie bei der 1:2-Heimniederlage gegen den FC Bayern II verlor der FCA II auch beim 1. FC Nürnberg durch einen Treffer in der Nachspielzeit 1:2. Auch für den TSV Schwaben wäre beim 0:1 gegen Viktoria Aschaffenburg ein Punkt möglich gewesen. Neben einer Portion Pech waren bei den Violetten aber wieder Schwächen in der Offensive im Spiel. So stehen die beiden Fuggerstädter Teams ganz unten in der Tabelle.
FC Augsburg II Das Team von Trainer Markus Feulner gestaltete die Partie ausgeglichen und ging durch Aiman Dardari 1:0 in Führung. Kurz vor der Pause glich der Club durch Piet Scobel zum 1:1 aus. Als alles mit einem Unentschieden rechnete, schlugen die Nürnberger gnadenlos zu. In der Nachspielzeit gelang Jeroen Krupa der 2:1-Siegtreffer.
FCA-Trainer Markus Feulner kritisiert die zweite Halbzeit
FCA-Trainer Markus Feulner bilanzierte: „Nach der Pause sind wir nicht mehr gut ins Spiel gekommen. Wir hatten dennoch einige riesige Möglichkeiten. Am Ende hätte ich mir ein gerechtes 1:1 gewünscht.“ Mittlerweile hat der FCA II zwei neue Spieler verpflichtet. Aris Malaj (19) kommt vom württembergischen Regionalligisten SGV Freiberg und kam in Nürnberg bereits zum Einsatz, David Leal Costa (19) wechselt vom VfL Wolfsburg nach Schwaben.
FCA II George – Rachinger, Lichtensteiger (67. Meiser), Lindermeir, Ruf (55. Bleicher) – Deger – Dardari, Hofgärtner, Sorg (67. Stegmiller), Malaj (76. Mühlbauer) - Dreo (67. Hämmerle) Tore 0:1 Dardari (28.), 1:1 Scobel (45.+2), 2:1 Krupa (90.+2) Schiedsrichter Koki Nagamine (Japan) Zuschauer 232
TSV Schwaben Auch im vierten Saisonspiel die Elf von TSV-Spielertrainer Matthias Ostrzolek leer aus. „Im letzten Drittel fehlte uns leider die zündende Idee und auch der Punch. Dabei ist Aschaffenburg eigentlich ein Team auf Augenhöhe, das schlagbar gewesen wäre“, bemängelte Co-Trainer Roland Bahl. Von Beginn an spielte sich die Partie in der Aschaffenburger Hälfte ab, doch erst in der 22. Minute köpfte Achitpol Keererom an die Querlatte.
Permanentes Anrennen der Schwaben-Fußballer bleibt fruchtlos
Kurz vor dem Seitenwechsel hatte Maximilian Heiß eine weitere hochkarätige Gelegenheit, doch Gästekeeper Max Grün behielt im Duell mit Heiß die Oberhand (43.). Mit der ersten Torchance im Anschluss an einen Eckball bejubelten die Gäste ihre Führung durch ihren gefährlichsten Akteur Lian Akkus Rodriguez (47.). Fortan waren wieder die stark ersatzgeschwächten Gastgeber am Drücker, doch das permanente Anrennen der Schwaben blieb letztlich fruchtlos. Ramser scheiterte per Freistoß an Grün (62.) und Mark Radoki köpfte über die Latte (83.).
Schwaben-Trainer Matthias Ostrzolek hadert mit der Situation
„Es ist schwer zu akzeptieren, dass wir am Ende mit leeren Händen dastehen. Wir waren über 90 Minuten die bessere Elf und bis zum 0:1 dominant, doch eine kleine Unaufmerksamkeit kostete uns Remis oder Sieg. Die Aschaffenburger wissen vermutlich gar nicht, wie sie zu diesen drei Punkten gekommen sind. Es war zwar unser bestes Saisonspiel, doch wenn wir keine Tore erzielen können, wird es schwierig zu punkten“, sagt ein enttäuschter Matthias Ostrzolek.
TSV Schwaben Reil – Ramser, Redier, Krug, Ostrzolek – Heiß, Fackler-Stamm (71. Karvar), Kurz, Omenlo (62. Schwarzholz) – Keererom (82. Ebeling), Sodji (71. Radoki) Tor 0:1 Akkus Rodriguez (47.) Schiedsrichter Ohashi (Japan/Austauschprojekt des BFV) Zuschauer 411
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