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Bundesliga: Hoeneß-Kritik an Dingert: Wenn es Mutter Teresa auf dich abgesehen hat

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Hoeneß-Kritik an Dingert: Wenn es Mutter Teresa auf dich abgesehen hat

Tilmann Mehl
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    Christian Dingert stand häufig im Mittelpunkt.
    Christian Dingert stand häufig im Mittelpunkt. Foto: Ulrich Hufnagel, Witters

    Der ehemalige Wurst-Magnat Ulrich Hoeneß hat in seinem Leben bereits viel Leid sehen müssen. Selbst einem Metzgerssohn aus Fleisch und Blut geht es nahe, wenn ein putziges Ferkel verwurstet wird. Das aber ist freilich nur eine Kleinigkeit im Vergleich zu all dem seelischen Pein, den Hoeneß selbst in seinem mittlerweile 74 Jahre andauernden Leben hat erleben müssen. Nachdem er dereinst den Ball in den damals noch jugoslawischen Nachthimmel befördert hatte, litt er Qualen – wahrscheinlich: wie ein Schwein.

    Nicht zu vergessen, der ja tatsächliche Kummer, der einherging mit dem Urteilsspruch und dem einschließenden Einrücken wegen dieser Steuer-Geschichte. Hoeneß verließ das Gefängnis als Geläuterter, gnädig mit sich und anderen. „Uli ist der Vater Teresa vom Tegernsee, der Nelson Mandela von der Säbener Straße“, lobpreiste Karl-Heinz Rummenigge einst seinen Weggefährten.

    Christian Dingert hatte gewiss schon gelungenere Nachmittage

    Mutter Teresa und Nelson Mandela waren gewiss rührige Menschen. Vergebung, Versöhnung und so Kokolores. Niemalsnienicht ist ihnen aber derartige Ungerechtigkeit widerfahren wie Hoeneß und dem von ihm protegierten FC Bayern am Samstag. „Die schlechteste Leistung eines Schiedsrichter-Teams, die ich je bei einem Bundesligaspiel gesehen habe“, urteilte er über den Unparteiischen Christian Dingert und dessen Kollegen, die gewiss schon gelungenere Arbeitstage erlebt hatten. Die Gelbrote Karte für Luis Diaz: übertrieben. Das aberkannte Tor von Harry Kane: mehr als fragwürdig.

    In einem der wenigen schwachen Momente, in dem sich Hoeneß seinen Emotionen hingab, vergaß er zu erwähnen, dass sich Luis Diaz ja tatsächlich gen Grasnarbe warf, um sich so zu einem Elfmeter zu schlawinern. Luis Diaz war es auch, der mit einem läppischen Zweikampfverhalten die Leverkusener Führung ermöglichte. Nicolas Jackson wiederum erlaubte sich einen sinnbefreiten Tritt auf des Gegenspielers Knöchel, der die Münchner erst in Unterzahl brachte.

    Die Spieler des FC Bayern machten am Samstag nicht viel weniger Fehler als Dingert. Am Ende stand eines der unterhaltsamsten Spiele der Saison. Hoeneß wird wissen, wie sich der Schiedsrichter nach seiner mäßigen Leistung fühlt. Über Hoeneß wurde oft genug öffentlich geurteilt – oftmals nicht wohlwollend. Der Macher des FC Bayern lag mit seiner Einschätzung am Samstag daneben. Er hat gewiss schon schlechtere Schiedsrichterleistungen gesehen. Möglicherweise haben die Bayern schon davon profitiert.

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