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ERC Ingolstadt: Warum werden die Ingolstädter „Schanzer“ genannt?

Eishockey

ERC Ingolstadt: Warum werden die Ingolstädter „Schanzer“ genannt?

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    Fans des ERC Ingolstadt feiern ihr Team an. Anhänger, Spieler und Klub werden auch als „Schanzer“ bezeichnet.
    Fans des ERC Ingolstadt feiern ihr Team an. Anhänger, Spieler und Klub werden auch als „Schanzer“ bezeichnet. Foto: Daniel Karmann, dpa (Archivbild)

    Wenn der ERC Ingolstadt spielt, dann sind die Panther auf dem Eis. Das Raubtier stellt das Wappentier des Klubs dar, der 1964 als ERC Ingolstadt „Panther“ e. V. gegründet wurde, wie auf der Website des Klubs nachzulesen ist. Im offiziellen Vereinsnamen ist der Panther derzeit allerdings nicht zu finden, da die Augsburger Panther zuerst in der Deutschen Eishockey Liga (DEL) waren, und die Liga eine Ein-Tier-Politik verfolgt, die in der Lizenzordnung festgehalten ist.

    Der Eishockeyverein, seine Spieler und auch seine Fans haben aber noch einen weiteren Spitznamen: die „Schanzer“. Doch woher kommt dieser Beiname?

    Eishockey: Warum werden die Ingolstädter „Schanzer“ genannt?

    Der Spitzname des ERC Ingolstadt geht auf die Geschichte der Heimatstadt des Vereins zurück. Ingolstadt wurde im 16. Jahrhundert von Herzog Wilhelm IV. zur bayerischen Hauptschanze ausgebaut, erklärt der Förderverein Bayerische Landesfestung Ingolstadt e. V. Rund 400 Jahre, mit einer kurzen Unterbrechung, blieb Ingolstadt die wichtigste Festung Bayerns, und wurde später Landesfestung genannt. Genug Zeit, damit sich die Festung im allgemeinen Sprachgebrauch etablieren konnte und Ingolstadt als Schanz bekannt wurde. Der Förderverein Bayerische Landesfestung Ingolstadt e. V. geht sogar noch weiter und erklärt, dass die Schanz zum Teil der Identität ihrer Bewohner wurde: „Wer hier lebte, war ein ‚Schanzer‘.“

    Die Bezeichnung für die Ingolstädter als Schanzer hat sich bis heute gehalten – und zudem Einzug in den Sport erhalten. Die Sportvereine der Stadt, wie der ERC Ingolstadt und der FC Ingolstadt, werden ebenfalls Schanzer gerufen – und mit ihnen die Spieler, Funktionäre und Fans.

    Ingolstadt: Der Spitzname „Schanzer“ soll verbinden

    Die Schanz hat sich in Ingolstadt deutlich gewandelt. Die Festung wurde zurückgebaut und umgebaut. Heute befinden sich dort Parks, wo früher die Gräben klafften. Außerdem gibt es auf der Schanz auch Jugendzentren, Museen und Kulturorte. Der Spitzname ist allerdings geblieben. Laut dem Förderverein Bayerische Landesfestung Ingolstadt e. V. soll er nicht für Kriegsromantik oder Nationalismus stehen. Stattdessen seien alle Menschen Schanzer, die in Ingolstadt eine Heimat gefunden hätten. Ganz egal, woher diese kommen. Ein Motto, das gut auf den Sport übertragbar ist.

    Auch interessant: Für die Eishockey Champions League qualifizieren sich jede Saison drei DEL-Teams.

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