Das erste Mal in dieser Saison hat der ERC Ingolstadt in der Eisarena Bremerhaven gewonnen. Gegen die Fischtown Pinguins stand es für die Panther am Ende 3:2 (0:0, 2:2, 1:2). Nach einem verschlafenen ersten Drittel kamen die Panther immer mehr in Fahrt und zeigten eine überzeugende Vorstellung bei einer intensiven Partie, die gegen Ende noch einmal deutlich an Spannung zunahm
Beim Lineup hielt Headcoach Mark French einige Überraschungen bereit. Im Tor stand statt Devin Williams Brett Brochu, Myles Powell wurde durch Jakin Smallwood ersetzt.
Die Anfangsphase gehörte klar den Fischtown Pinguins
Die Anfangsphase war schnell und die Zuschauerinnen und Zuschauer konnten ein an Unterbrechungen armes Spiel verfolgen. Obwohl auf beiden Seiten ähnlich viele Schüsse aufs Tor abgegeben wurden, waren die Gastgeber bissiger, aktiver, zweikampfstärker. Und so gehörte ihnen auch die erste klare Chance des Abends in Gestalt von Colt Adam Conrad, dessen ersten Schuss Brett Brochu parierte – den Nachschuss vergab Conrad (2.). Bis auf eine wenig überzeugende Defensive traten die Panther lange nicht wirklich in Erscheinung – lediglich durch Goalie Brochu, der Conrads (7.) und Philip Bruggissers (10.) Abschlüsse parierte. Erst in den letzten Minuten des ersten Drittels kamen offensiv einige überzeugende Panther-Versuche. Peter Spornberger und Sam Ruopp etwa scheiterten im Doppelpack an Kristers Gudlevskis (17.).
Schlag auf Schlag ging es dann im zweiten Drittel
So torarm das erste Drittel auch war, im zweiten Drittel ging es Schlag auf Schlag. Die Panther kamen wie verwandelt aus der Kabine und erzielten in der 23. Minute beinahe die Führung, als Kenny Agostino aufs Tor zog, Jakin Smallwood den Lattenpraller aber nicht erwischte. Auch im anschließenden ERC-Powerplay zeigten die Gäste eine starke Vorstellung. Die Panther machten Druck, gewannen Zweikampf um Zweikampf und belohnten sich schließlich durch Riley Sheen, der eine Schmölz-Vorlage ins rechte Eck zur 1:0-Führung ins Tor schob (28.). Nur eine Minute später hämmerte Alex Breton die Scheibe im erneuten Panther-Powerplay aus der Distanz zum 2:0 ins Kreuzeck. Kurz darauf musste Philip Preto wegen Spielverzögerung auf die Bank – Akito Hirose nutzte dies per Schuss von der blauen Linie zum 1:2-Anschluss (31.). Im erneuten Powerplay scheiterte der ERC immer wieder an Gudlevskis. Stattdessen klingelte es schließlich auf der anderen Seite: Conrad stellte den 2:2 Ausgleich her (36.). Ein sehr energiegeladenes zweites Drittel also, wie auch Smallwood in der Pause bei Magenta Sport sagte. „Das wollen wir in die Playoffs mitnehmen“.
Trotz Empty Net: Panther gewinnen 3:2
42 Sekunden nach Pausenende stellte Riley Barber im Alleingang die Führung wieder her – sein erster Treffer nach zwei zuvor torlosen Spielen. Der ERC war auch anschließend die spielbestimmende Mannschaft, Barber (50.) und Leon Hüttl (55.) scheiterten jedoch an Gudlevskis. Dieser ging dann 100 Sekunden vor Schluss zugunsten eines sechsten Feldspielers vom Eis – die Spannung stieg. In den letzten Sekunden hatten die Gastgeber klare Chancen auf den Ausgleich, unter anderem landete jedoch Alexander Friesens Schuss am Pfosten, sodass es beim 3:2-Sieg für Ingolstadt blieb – am Sonntag empfangen sie die Adler Mannheim.
ERC Ingolstadt: Brochu - Breton, Ellis; Ruopp, Hüttl; Spornberger, Preto - Agostino, Abbandonato, Girduckis; Schmölz, Boucher, Sheen; Keating, Pietta, Barber; Hauf, Smallwood, J. Krauß. – Tore: 1:0 Sheen (28.), 2:0 Breton (29.), 2:1 Hirose (31.), 2:2 Conrad (37.), 3:2 Barber (41.) - Zuschauer: 4767
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