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ERC Ingolstadt verliert in der Deutschen Eishockey Liga gegen die Kölner Haie 4:5.

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Hart gekämpft und doch verloren: ERC Ingolstadt unterliegt gegen Kölner Haie

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    Brochu geschlagen: In einer sehr umkämpften Partie verlor der ERC Ingolstadt gegen die Kölner Haie 4:5.
    Brochu geschlagen: In einer sehr umkämpften Partie verlor der ERC Ingolstadt gegen die Kölner Haie 4:5. Foto: Johannes Traub

    In einer sehr umkämpften Partie hat der ERC Ingolstadt am Freitagabend vor 4394 Zuschauerinnen und Zuschauern in der Saturn-Arena verloren. Gegen den Tabellenführer, die Kölner Haie, lautete der Stand nach 60 Minuten 4:5 (3:2, 1:2, 0:1). Insgesamt zeigten die Panther eine solide Leistung – ließen jedoch im Mitteldrittel zu viel zu. Topscorer Riley Barber zeigte sich nach dem Spiel bei Magenta Sport dennoch zufrieden: „Es war ein gutes und hartes Spiel. Am Ende geht es nicht darum, Erster in der Liga zu sein, sondern Meister zu werden.“

    Das erste Drittel gehörte dem ERC Ingolstadt

    Die Gastgeber gingen von Beginn an stark in die Partie und machten Druck. Bereits nach 80 Sekunden hatte Kenny Agostino vor dem gegnerischen Tor die erste Chance, er bekam den von seinen Kufen abgeprallten Puck jedoch nicht unter Kontrolle. Kurz darauf klappte es dann jedoch: Erst drei Sekunden war der ERC in Überzahl, als Alex Breton nach einem Bullygewinn Daniel Piettas die Scheibe auf das Tor zog und Agostino per Nachschuss die Ingolstädter in Führung brachte (2.). Lange war der ERC dann die spielbestimmende Mannschaft und gewann beinahe alle Zweikämpfe. Die erste richtige Chance gelang den Gästen erst in der 12. Minute – Brett Brochu konnte jedoch klären. Doch der Tabellenführer fand ins Spiel und setzte sich im ERC-Drittel fest, bis schließlich Patrick Russell aus der Luft den Ausgleich machte (14.). Barber ließ das jedoch nicht auf sich sitzen: Nach einem Stretchpass über die Bande von Edwin Tropmann lief er nach vorne und stellte im Solo die Führung alleine wieder her (16.). Nur eine Minute später überspielte Pietta nach einer Vorlage von Riley Sheen gleich drei Haie und zog den Puck per Rückhand zum 3:1 ins Netz.

    Doch Köln hielt dagegen, eroberte sich im eigenen Drittel den Puck und schickte Juhani Tyrväinen nach vorne. Dieser wurde von den Gastgebern nur unzureichend verteidigt – „wir müssen defensiv noch etwas aufräumen“, kritisierte folglich Agostino in der Pause – und erzielte per Doppelpass mit Ryan MacInnis den Anschlusstreffer (19.).

    Das Mitteldrittel begann eher zäh mit einigen Unterbrechungen und deutlich weniger Aktivität. Anders als die Gastgeber kamen die Gäste jedoch nach einigen Minuten wieder ins Spiel und setzten sich im ERC-Drittel fest. Ex-Ingolstädter Louis-Marc Aubry eroberte dann hinter Brochus Tor den Puck, umkurvte den Kasten und passte auf Dominik Bokk, der die Scheibe ins halbleere Tor zum Ausgleich schob (24.). Die Panther hatten wenige Minuten darauf im Powerplay die Chance auf den Ausgleich, nutzten sie jedoch nicht und waren insgesamt deutlich weniger präsent als im ersten Drittel. Stattdessen drehten die Gäste in der 35. Minute das Spiel, als Russell das Tor umkurvte und auf Gregor MacLeod schob, der den Puck aus der Distanz ins rechte Kreuzeck zum 4:3 hämmerte (35.). Die Haie erlaubten sich allerdings kurz darauf einen Fehlpass, der an Riley Sheen ging. Dieser schoss, Jane Juvonen konnte nicht halten und Jakin Smallwood nutzte den Rebound aus der Luft zum 4:4-Ausgleich – sein erstes Tor in der heimischen Saturn-Arena (37.). Kurz vor Drittelende zeigten sich die Panther dann noch einmal stark im Powerplay, zahlreiche gute Schüsse scheiterten aber entweder am Goalie mit der besten Fangquote der Liga oder an seinen defensiven Teamkollegen.

    67 Sekunden vor Schlusspfiff machten die Kölner Haie den Deckel drauf

    Zu Beginn des Schlussdrittels musste Chris Jandric wegen Hakens das Eis verlassen. Doch der ERC – die drittbeste Unterzahlmannschaft der Liga – ließen den Gästen keine einzige Chance. Daniel Schmölz scheiterte kurz darauf in der 47. Minute an Juvonen. Die Riesenchance – ein vierminütiges ERC-Powerplay ab der 49. Minute verging ungenutzt – die Gastgeber hatten Probleme beim Spielaufbau und fanden auch nicht die nötigen Lücken in der Kölner Abwehr. Lange spielte sich die Partie dann eher in der neutralen Zone ab – es gab wenig Chancen auf beiden Seiten. In der 57. Minute gingen die Haie dann beinahe in Führung doch Brochu rettete per Glanzparade. Doch 67 Sekunden vor dem Ende machte Oliwer Kaski von der blauen Linie für die Gäste den Deckel drauf – unhaltbar für Brochu, dessen Sicht versperrt war. Anschließend ging der ERC-Goalie vom Feld, die Gastgeber stocherten wenige Sekunden vor Ende noch vor dem Tor, konnten die Scheibe aber nicht reinmachen und verloren somit 4:5.

    Nach nur einem Tag Pause ist der ERC Ingolstadt am morgigen Samstag bei den Nürnberg Ice Tigers zu Gast (Start 16.30 Uhr).

    ERC Ingolstadt: Brochu – Ellis, Breton – Hüttl, Ruopp – Tropmann, Jandric – Spornberger – Girduckis, Pietta, Agostino – Barber, Abbandonato, Schmölz – Sheen, Smallwood, Pietta – Krauß J., Krauß P., Schindler. Tore: 1:0 Agostino (2.), 1:1 Russel (14.), 2:1 Barber (16.), 3:1 Pietta (17.), 3:2 Tyrväinen (19.), 3:3 Bokk (24.), 3:4 MacLeod (35.), 4:4 Smallwood (37.), 4:5 Kaski (59.). Zuschauer: 4394.

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