Wiederholt sich beim FC Augsburg der enttäuschende Saisonabschluss der Vorsaison? Da beendete die Mannschaft von Trainer Jess Thorup die Spielzeit mit fünf Niederlagen in Folge. Es deutet einiges daraufhin. Denn die 0:4 (0:1)-Niederlage beim VfB Stuttgart bedeutet die dritte Niederlage in Serie. Jetzt bleibt dem FCA nur noch das finale Heimspiel am Samstag gegen Union Berlin, um den Negativtrend zu stoppen.
FCA-Trainer Jess Thorup hatte seine Startelf auf einer Position verändert. Für den am Bauchmuskel verletzten Marius Wolf rückte Robert Gumny in der Startelf. Es war erst das sechste Bundesligaspiel, das der verletzungsgeplagte Rechtsverteidiger in dieser Saison für den FCA bestritt und erst das zweite von Beginn an. Seine Startelfpremiere in dieser Saison hatte der Pole am 12. Januar zu Hause ausgerechnet gegen den VfB gefeiert. Damals verlor der FCA mit 0:1, ehe er die grandiose Serie mit elf Spielen ohne Niederlage startete.
Die Erfolge des FC Augsburg in dieser Saison geraten wieder leicht in Vergessenheit
Doch Fußball ist schnelllebig. Im Mai scheinen die guten Taten von Thorup und seinem Team, wie der vorzeitige Klassenerhalt, angesichts der ausbleibenden Erfolge wie in der Vorsaison zu verblassen.
Beim 1:3 gegen Kiel war der FCA in sein Verderben gestürmt, beim noch amtierenden Vizemeister versuchte Thorup die Balance zwischen Defensive und Offensive zu finden. In der Abwehr eben mit Gumny gegenüber den offensiver gepolten Henri Koudossou. Im Mittelfeld beließ er hingegen den nach vorne orientierten Mert Kömur in der Anfangsformation.
Doch alles was sich Thorup und sein Trainerstab zurecht gelegt hatten, war nach zwölf Minuten schon Makulatur. In der achten Minute hatte Atakan Karazor die Unordnung in der FCA-Abwehr nach der ersten Ecke zum 1:0 für den VfB genützt. Nur vier Minuten später war der FCA in Unterzahl.
Eine frühe rote Karte macht das Spiel zur Herkulesaufgabe: FCA verliert deutlich gegen Stuttgart
Samuel Essende war unglücklich, aber auch viel zu ungestüm, gegen Nationalspieler Angelo Stiller eingestiegen. Den heftigen Tritt von hinten gegen die Wade wertete Schiedsrichter Timo Gerach nach der Sichtung der TV-Bilder mit glatt Rot. Eine vertretbare Entscheidung. Es war nach dem Platzverweis in der Vorrunde gegen Mainz schon die zweite Rote Karte für Essende. Stiller musste mit Tränen in den Augen in die Kabine, der FCA fast 80 Minuten zu zehnt agieren. Das tat er bis zur Pause geschickt. Klar hatte der VfB einige Torchancen, doch auch der FCA setzte Nadelstiche.
Die über 2000 mitgereisten FCA-Fans hofften auf eine Überraschung, doch die Ernüchterung folgte nur fünf Minuten nach dem Wiederanpfiff. Wieder war die FCA-Innenverteidigung nicht auf der Höhe, ließ Nick Woltemade zentral zum Schuss kommen und der bedankte sich mit dem 2:0 (51.). Und es kam noch schlimmer. Enzo Millot erhöht auf 3:0 (80.) und ausgerechnet der eingewechselte Ermedin Demirovic noch auf 4:0 (87.).
Der VfB legte seine Heimallergie nach sechs Niederlagen in Folge ab, fiebert nun dem Pokalfinale gegen Bielefeld entgegen. Der FCA betätigte sich hingegen als Wiederholungstäter. Essende mit seinem Platzverweis. Und das 0:4 bedeutete nicht nur die dritte Saisonniederlage gegen den VfB, sondern die dritte Pleite in Serie. Beim FCA sinkt die Stimmung immer mehr.
FCA Dahmen - Matsima, Gouweleeuw, Zesiger - Gumny (58. Koudossou), Jakic, Onyeka (82. Rexhbecaj), Kömür (58. Maier), Giannoulis - Claude-Maurice (75. Tietz), Essende.
Um kommentieren zu können, müssen Sie angemeldet sein.
AnmeldenSie haben noch kein Konto? Kostenfrei registrieren