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Arminia Bielefeld: Der FCA-Gegner ist ein tragischer Fall

Arminia Bielefeld

Der FCA-Gegner ist ein tragischer Fall

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    Ewald Lienen.
    Ewald Lienen. Foto: dpa

    Irgendwie ist Arminia Bielefeld ein ganz tragischer Fall. Den Bielefeldern geht es im Grund genommen finanziell nicht viel besser als dem TSV 1860 München, der momentan alle Versuche unternimmt, den Verein vor der Insolvenz zu retten. Auch bei den Arminen sind die Kassen äußerst klamm. Auf mittlerweile 23 Millionen Euro soll sich der Schuldenberg auf der „Alm“ angehäuft haben. Ob der Klub, der bereits so gut wie sicher in die 3. Liga abgestiegen ist, für die kommende Saison die Lizenz bekommt, ist mehr als fraglich.

    Anti-Fußball auf der „Alm“

    Darüber sollte eine Mitgliederversammlung am vergangenen Mittwoch ein bisschen Aufschluss geben, denn die Lizenz-Erteilung hängt vor allem davon ab, wie die Arminen ihr Sanierungskonzept umsetzen können. Doch auch bei dieser Mitgliederversammlung kam der Verein keinen Schritt weiter. Im Gegenteil. Sowohl Arminia-Geschäftsführer Ralf Schnitzmeier und Schatzmeister Andreas Erdmann weigerten sich, den genauen Schuldenstand zu nennen.

    Rein sportlich gesehen bietet Bielefeld in dieser Saison Anti-Fußball. Das änderte sich auch nicht, als die Arminen am 11. Spieltag dieser Saison mit 0:3 beim FC Augsburg unterlagen und anschließend den damaligen Trainer Christian Ziege feuerten. Unter Zieges Nachfolger Ewald Lienen läuft es keinen Deut besser. Mit mageren 14 Pünktchen hat Bielefeld bereits elf Punkte Rückstand auf den Relegationsplatz (derzeit VfL Osnabrück).

    Seit kurzem hat Arminia Bielefeld mit Samir Arabi, der viele Jahre Chefscout bei Alemannia Aachen war, einen neuen sportlichen Leiter verpflichtet. Aber auch um diesen gab es schon gewaltigen Ärger. Das Verwaltungsratsmitglied Olaf Köster kritisierte in einer internen E-Mail diese Verpflichtung.

    Doch irgendjemand aus dem Verein versorgte auch die Journalisten mit dieser E-Mail. Jetzt sucht Arminia Bielefeld auch noch einen „Maulwurf“.

    Arabi selbst hat viel Arbeit vor sich. Er muss auch entscheiden, ob Bielefeld künftig weiter mit Lienen zusammenarbeitet. Bisher ist noch nichts entschieden. In der Winterpause unternahmen die Bielefelder noch einen Rettungsversuch in Sachen Klassenerhalt und verpflichteten noch ein paar Spieler. Lienen erinnerte sich dabei vor allem an seinen Ex-Verein 1860 München und bediente sich dort.

    Mit Sandro Kaiser und Eke Uzoma lieh sich Bielefeld zwei Spieler von den Löwen aus. Mit Dario Vidosic kam auch ein Leihspieler vom 1. FC Nürnberg. Vom bulgarischen Erstligisten Slavia Sofia kam Galin Ivanov. Und mit dem ehemaligen Leverkusener Josip Tadic schienen die Bielefelder ebenfalls einen zweitligatauglichen Spieler an der Angel zu haben.

    Doch auch mit den Neuen konnte Lienen in zehn Spielen lediglich sieben Punkte gewinnen. Anscheinend hat man sich in Ostwestfalen schon lange mit dem Abstieg abgefunden. Für den FC Augsburg ist Arminia ohnehin so etwas wie ein Lieblingsgegner. Dreimal seit dem Wiederaufstieg spielte Augsburg bisher gegen Bielefeld und feierte dabei drei Siege.

    Verzichten muss Ewald Lienen am heutigen Freitag in der heimischen Schüco-Arena (18 Uhr) auf Nibombé, Fort, Lense, Fischer, Delura (alle verletzt) und Bollmann (Grippe).

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