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FC Augsburg
18.11.2016

Die Leiden des Jan Moravek

Jan Moravek hat in dieser Saison noch nicht viel Einsatzzeit gehabt.
Foto: Federico Gambarini (dpa)

Jan Moravek hat 14 teils schwere Verletzungen hinter sich. Jetzt will er sich wieder auf Fußball konzentrieren und zu mehr Einsätzen kommen. Am liebsten schon gegen Berlin.

92 Minuten hat Jan Moravek in dieser Bundesliga-Saison bisher für den FC Augsburg gespielt. Sozusagen eine Partie plus Nachspielzeit. Wenig und dennoch irgendwie auch viel für ihn. Denn Moravek nur als Pechvogel zu bezeichnen, wäre eine Untertreibung. Liest man die Liste seiner Verletzungen, könnte die von einer gesamten Fußballmannschaft stammen.

In den vergangenen vier Jahren waren es, wenn man eine Gehirnerschütterung dazuzählt, 14 Verletzungen. Darunter einige, die Fußballer fürchten, wie der Teufel das Weihwasser – ein Kreuzbandriss oder ein Muskelfaserriss. Und immer wieder muskuläre Probleme. Seit einigen Wochen fühlt sich der tschechische Mittelfeldspieler aber topfit. „Ich habe die Trainingseinheiten alle mitgemacht und fühle mich wohl.“ Moravek ist einer der technisch versiertesten Spieler beim FCA, muss sich momentan aber hinten anstellen. Für ihn ein Problem: „In meiner Situation ist man zunächst einmal froh, dass man wieder dabei ist. Natürlich würde ich gerne mehr spielen, aber ich denke, der Trainer stellt so auf, wie es am besten für die Mannschaft ist.“

Moravek galt als großes Talent in Tschechien

Moravek galt einst als eines der größten Talente im tschechischen Fußball. Bereits als 17-Jähriger debütierte er als A-Jugendlicher bei den Profis von Bohemians Prag. Das Talent blieb in Deutschland nicht verborgen, denn als er 19 Jahre alt war, wurde Moravek vom FC Schalke 04 verpflichtet. Später wurde er zum 1. FC Kaiserslautern ausgeliehen, ehe ihn 2012 der FCA verpflichtete.

Spätestens ab diesem Zeitpunkt war Moravek vom Pech verfolgt. Das liest sich aus seiner bisherigen FCA-Bilanz heraus. In den vergangenen vier Jahren kommt Moravek auf bisher 50 Spiele beim FCA. Jetzt hofft er auf eine Wende: „Ich gebe Gas und warte auf meine Chance.“ Er sieht sich von seinem Trainer Dirk Schuster dabei auch fair behandelt: „Natürlich haben wir schon über meine Situation gesprochen. Ich muss jetzt einfach Geduld haben. Das ist für einen Fußballer aber ein ganz normaler Vorgang.“

Jan Moravek wäre über jede Minute froh

Mit der bisherigen Saison ist Moravek zufrieden. Jedenfalls was die Leistungen des FCA betrifft: „Mit etwas Glück hätten wir vielleicht auch ein paar Punkte mehr holen können, aber elf Punkte sind nicht so schlecht. Wichtig ist, dass wir vor Weihnachten noch einige Punkte sammeln. Damit können wir jetzt gleich gegen Hertha anfangen.“ Allerdings rechnet Moravek mit einem sehr schweren Spiel am Samstag um 15.30 Uhr im heimischen Stadion: „Als in der vergangenen Saison Trainer Pal Dardai die Mannschaft übernommen hat, wurde schnell sichtbar, wie viel Potenzial in dieser Mannschaft steckt.“

In dieser Saison wachsen die Berliner um die beiden ehemaligen Augsburger Sebastian Langkamp und Alexander Esswein fast über sich hinaus. Momentan hat sich die Hertha auf dem vierten Platz eingenistet. „Hertha hat jetzt eine super eingespielte Mannschaft. Wir müssen uns gut präsentieren.“ Ob er dabei mithelfen kann oder darf ist fraglich. Jan Moravek wäre jedenfalls über jede Minute froh.

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