"Ibo und Simon Jentzsch waren die Garanten für den Sieg", erklärte Luhukay. Aber nicht nur das. Traore hat sich tief in die Herzen der FCA-Fans gespielt. Mit seinen wieselflinken Antritten und seiner filigranen Technik sorgte er bei jedem Ballkontakt für Raunen in der Arena. Drei Tore hat der Mittelfeldspieler mit multikulturellen Wurzeln (sein Vater kommt aus Guinea, seine Mutter aus dem Libanon) bisher in fünf Spielen erzielt. Traore sorgt für Aufsehen in der 2. Liga. Luhukay verweist aber auch auf das verbesserte Defensivverhalten von Traore. "Er hat nach einem Ballverlust mit einem Sprint über 70 Meter den Ball zurückgeholt. Da sieht man, dass er auch Charakter und nicht nur Qualität hat."
Dies sah man bei der Hertha wohl nicht ganz so. Im Juli gaben die Berliner den Nachwuchsspieler, den FCA-Manager Andreas Rettig schon länger auf seiner Liste hatte, frei, der FCA griff zu. Traore unterschrieb einen Zwei-Jahres-Vertrag. Ein Glücksgriff. (ötz)