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FC Augsburg

05.04.2019

Nach Patzer: Baum hofft bei Gregoritsch auf Extra-Motivation

Michael Gregoritsch war nach dem Spiel des FCA gegen Leipzig geknickt.
Bild: Ulrich Wagner

Michael Gregoritsch war im Pokalspiel die tragische Figur beim FCA. Sein Mitspieler Konstantinos Stafylifdis tröstete ihn. Auch er patzte schon schwer.

Diesen Dienstagabend wird Michael Gregoritsch in schrecklicher Erinnerung behalten: Wegen seines Handspiels bekam Pokalgegner RB Leipzig in der Nachspielzeit der Verlängerung einen Elfmeter zugesprochen. Halstenberg verwandelte humorlos, der große Traum vom Halbfinale war für den FCA geplatzt - und Gregoritsch am Boden zerstört. Nach Spielende saß der Mittelfeldspieler weinend auf dem Rasen der WWK-Arena. Sein Aussetzer war für ihn auch ein Rätsel, wie er sagte: "Keine Ahnung warum, ich kann es mir nicht erklären. Wahnsinn."

Vor dem Heimspiel gegen die TSG Hoffenheim (Sonntag, 15.30 Uhr) geht es für die Mannschaft des FC Augsburg nun auch darum, den Österreicher wieder aufzurichten. Ist Gregoritsch in Form, ist er auch ein Faktor im Spiel des FCA. Sein Mitspieler Konstantinos Stafylidis tröstete Gregoritsch nach dem Patzer, wie er auf der Pressekonferenz vor der Partie betonte: "Ich habe ihm gesagt: Es ist okay. Auch ich habe im Nationalteam schon einen schweren Fehler gemacht. Ich weiß, wie sich das anfühlt."

Nach seinem Patzer 2017 weinte Stafylidis auf der Bank

Stafylidis spielt auf einen schweren Patzer im November 2017 an: Damals spielte der Grieche mit der seiner Nationalmannschaft in den Play-offs gegen Kroatien. In der Partie spielte er eine Rückgabe auf seinen Torwart viel zu kurz und verursachte damit ein Gegentor, das die 1:4-Pleite einleitete. Stafylidis wurde ausgewechselt und auf der Bank von seinen Emotionen überwältigt. Er vergrub sein Gesicht und weinte bittere Tränen hinter seiner Jacke. Am Freitag sagte der Verteidiger dazu: "Jeder geht anders mit Fehlern um. Manche wollen in Ruhe gelassen werden, manche wollen reden."

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25 Bilder
So krachte es nach dem Abpfiff zwischen Augsburg und Leipzig
Bild: Ulrich Wagner

Michael Gregoritsch ist offenbar ein Spieler, der lieber redet, um das Geschehene zu verarbeiten. Das sagte Trainer Manuel Baum auf der Pressekonferenz: "Gregoritsch hat am nächsten Tag was zu der Mannschaft gesagt. Er ist sehr harmoniebedürftig. Man muss ihm das Gefühl vermitteln dass wir zusammen gewinnen und verlieren." Baum erhofft sich von dem Tiefschlag sogar eine Extra-Motivation für Gregoritsch: "Wenn er mit dem Gefühl gut umgehen kann, kann ich mir vorstellen, dass er am Sonntag eine gute Leistung bringt." Den Eindruck, dass er den Patzer verarbeitet hat, mache der Mittelfeldspieler jedenfalls, so Baum.

Die Personalsituation beim FCA ist weiter angespannt

Sorgen gibt es weiterhin bei den Verletzten: Sicher ausfallen werden Jan Moravek, Fabian Götze, Julian Schieber, Raphael Framberger und Fabian Giefer. Fraglich sind die Einsätze von Rani Khedira, Dong-Won Ji, Jonathan Schmid, Sergio Cordova  und Ja-Cheol Koo. (eisl)

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