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Thurk und Co.: Die Härtefälle des FC Augsburg

Thurk und Co.

Die Härtefälle des FC Augsburg

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    Michael Thurk ist mit seiner derzeitigen Situation beim FC Augsburg nicht zufrieden.
    Michael Thurk ist mit seiner derzeitigen Situation beim FC Augsburg nicht zufrieden. Foto: Fred Schöllhorn

    Wenn sich die beiden stärksten Abwehrreihen der Liga gegenüberüberstehen, dann ist ein torloses Unentschieden eigentlich die logische Konsequenz. So kam es auch am Freitagabend in der Impuls-Arena. 0:0 trennten sich der FC Augsburg (21 Gegentreffer) und die SpVgg Greuther Fürth (22 Tore). Sehr zum Leidwesen der Fans auf den Rängen in der beinahe ausverkauften Arena, denn sie sahen trotz etlicher Chancen auf beiden Seiten ein von beiden Seiten von Vorsicht und taktischer Disziplin geprägtes Match.

    Klar, dass da nach der Partie bei den Augsburgern die Frage nach Michael Thurk im Vordergrund stand. Der Stürmer saß nicht einmal auf der Auswechselbank, sondern musste sich die Nulldiät von der Tribüne aus ansehen. Warum, dies konnte Thurk gestern nach dem Abpfiff in den Katakomben nicht erklären: „Ich weiß es nicht, der Trainer hat es mir nicht gesagt. Er muss es mir auch nicht begründen. Er hat den Kader für dieses Spiel zusammengestellt und ich war nicht dabei.“

    „Das hatte rein sportliche Gründe“, erklärte Manager Andreas Rettig nach der Partie gegenüber den Journalisten. Und Trainer Jos Luhukay sagte: „Ich stelle auch nach den Trainingseindrücken auf.“

    Und die reichten ihm bei Thurk für einen Einsatz offenbar nicht aus. Für den sportlichen Leiter war der ehemalige Bundesligaspieler nach seiner Verletzung am Sprunggelenk anscheinend noch nicht fit, um den Erwartungen gerecht zu werden.

    Der verhinderte Stürmer sah das anders. „Ich gebe immer mein Bestes. Natürlich sind da gute und weniger gute Tage dabei. Aber ich trainiere jetzt schon seit 14 Tagen wieder und war auch schon letzte Woche nicht im Kader“, sagte er sichtlich enttäuscht. Doch Michael Thurk ist nicht der einzige Härtefall im großen Kader.

    So spielt Kees Kwakman derzeit gar keine Rolle mehr und saß auch nur unter den Zuschauern, müssen sich ein Daniel Baier und auch ein Tobias Werner ebenfalls in Geduld üben. Auch Andrew Sinkala muss sich mit Kurzeinsätzen zufriedengeben. Doch Thurk ist sicherlich der prominenteste Zwangs-Zuschauer.

    Dass der Konkurrenzkampf derzeit hart ist, dies wollte auch Lukas Sinkiewicz nicht bestreiten. Die Stimmung innerhalb des Teams sei aber trotzdem gut. „Im Training geben alle Gas, die Stammspieler werden auch von den Reservisten gefordert.“

    Obwohl es am Ende doch nicht zum erhofften Sieg gegen die Franken reichte, war von großer Unzufriedenheit bei den Augsburger Offiziellen nichts zu spüren. „Wir haben mit Fürth einen ernsthaften Rivalen auf Distanz gehalten“, sagte Manager Rettig.

    Der Trainer lobte wie schon vor Wochenfrist beim 2:0-Sieg in Bielefeld seinen Schlussmann. „Gerade in der zweiten Hälfte hat uns Simon Jentzsch im Spiel gehalten.“

    In der Tat, der Torhüter glänzte wieder mit einer überragenden Leistung und rettete den vielleicht in der Endabrechnung noch ganz wichtigen Punkt. Für einen Torhüter ist ein 0:0 manchmal doch ein persönlicher Erfolg.

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