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FC Augsburg: 2:1-Sieg gegen Bayer Leverkusen

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FCA siegt gegen Bayer Leverkusen: Drei Punkte als Jubiläumsgeschenk

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    Die Augsburger bejubeln das Tor zum 2:1.
    Die Augsburger bejubeln das Tor zum 2:1. Foto: Rolf Vennenbernd/dpa

    Bei seinem runden Jubiläum hatte FCA-Trainer Manuel Baum gegenüber dem Spiel gegen Hoffenheim (2:2) zwei Änderungen in der Startelf vorgenommen. Han-Noah Massengo kehrte für Marius Wolf in die Startelf und damit ins defensive Mittelfeld zurück. Robin Fellhauer rückte auf die rechte Außenbahn. Rodrigo Ribeiro ersetzte Michael Gregoritsch, der an seinem 32. Geburtstag krankheitsbedingt passen musste.

    Ein ungewohntes Gefühl hatte der 30. Spieltag für Keven Schlotterbeck parat. Der Innenverteidiger hatte unter Baum bisher keine Minute verpasst und sogar die Kapitänsbinde getragen, jetzt saß er nach Ablauf seiner Gelb-Sperre nur auf der Bank. Baum vertraute auf die Dreier-Kette mit Arthur Chaves, Jeffrey Gouweleeuw und Cedric Zesiger. Die hatte an diesem Tag Höchstarbeit zu verrichten.

    Nach Unfall von Ex-Torhüter Manning: FCA-Spieler in Trauerflor

    Die FCA-Spieler liefen mit einem Trauerflor auf. Dieses Zeichen galt Alexander Manninger. Der 48-jährige Ex-Torhüter war am Donnerstag bei einem Verkehrsunfall ums Leben gekommen. Manninger hatte für den FCA zwischen 2013 und 2016 als Torwart 36 Bundesliga-Spiele bestritten. Unvergesslich, wie er den FCA 2013 mit einem gehaltenen Elfmeter im letzten Saisonspiel gegen die SpVgg Greuther Fürth den Klassenerhalt sicherte.

    So spannend wird es in dieser Saison nicht mehr werden, denn der FCA hat mit diesem Dreier beim Champion-League-Anwärter einen riesigen Schritt Richtung Klassenerhalt getan. Es war ein Duell der Gegensätze: Auf der einen Seite die Werkself, die unter dem Dänen Kasper Hjulmand weiter Fußball fast mathematisch spielt – drittbester Ballbesitz, zweitmeiste Pässe, höchste Passquote der Liga und seit sieben Spielen ungeschlagen war. Auf der anderen Seite der FCA mit der höchsten Zweikampfquote pro Spiel (202). Der aber seit fünf Spielen auf einen Sieg wartete.

    Bayer Leverkusen geht in der elften Minute gegen den FCA in Führung

    Und so lief das Spiel von der ersten Minute an. Der Favorit stürmte, der FCA verteidigte, wirkte aber keineswegs verunsichert. Er erwartete die Bayer-Startoffensive mit einer Fünferkette und viel Einsatz. Nach einer Viertelstunde hatte Bayer über 74 Prozent Ballbesitz, doch es stand 1:1.

    Dabei war Bayer in der 12. Minute standesgemäß mit 1:0 in Führung gegangen. Nach einer Flanke von Edmond Tapsoba verlor FCA-Innenverteidiger Cedric Zesiger das Kopfball-Duell mit Bayer-Kante Patrik Schick und dessen Kopfball schlug zum Bayer-Führungstreffer ein.

    Fabian Rieder trifft: Ausgleich für den FCA in der 16. Minute

    Doch der FCA antwortete umgehend, wenn auch wie aus dem Nichts. Nach der ersten Ecke, die Bayer zu kurz abgewehrt hatte, bewies Dimitrios Giannoulis Übersicht, legte quer zu Fabian Rieder und dessen Direktschuss lenkte Loic Badé leicht, aber entscheidend, zum 1:1 (16.) ins eigene Tor ab. Danach brauchte Leverkusen ein paar Minuten, um diesen Nackenschlag zu verdauen, dann zogen sie den Belagerungsring um das FCA-Tor wieder eng zusammen. Der FCA verteidigte mit Geschick, es gab durchaus hin und wieder Entlastungsvorstöße. Und Glück. Manchmal ähnelte der FCA-Strafraum einem Wimmelbild mit einer gehörigen Portion Verwirrung. Doch wenn etwas durchkam, war FCA-Torhüter Finn Dahmen auf der Hut und brachte die Bayer-Spieler und Bayer-Fans mit seinen Paraden zur Verzweiflung. Es war ein glückliches, aber nicht unverdientes Unentschieden, mit dem der FCA in die Kabine ging.

    Nach dem Wechsel blieb das Drehbuch unverändert. Bayer drückte, der FCA setzte Nadelstiche und konnte sich auf seinen Torhüter verlassen. Dahmen war zur Stelle, ob mit dem Fuß oder auch mit dem Kopf, wie in der 56. Minute, als er nach einem Schuss von Nathan Tella kurz behandelt werden musste. Bayer drückte bis zum Schluss.

    2:1 in der Nachspielzeit: Fabian Rieder verwandelt den Elfmeter

    Und in der 86. Minute schienen die Bemühungen auch Erfolg zu haben. Aleix Garcia hatte Cedric Zesiger den Ball im Straufraum an den Arm geschossen. Schiedsrichter Benjamin Brand entschied zunächst auf Elfmeter. Doch nachdem er sich die Szene, nach VAR-Intervention, selbst am Bildschirm angesehen hatte, nahm er seinen Elfmeterpfiff zurecht zurück. Der FCA hatte in der Nachspielzeit durch den eingewechselten Mert Kömür zunächst das Siegtor auf dem Fuß, doch Bayer-Torhüter Mark Flekken hatte etwas dagegen. Es deutete alles auf ein Unentschieden hin. Doch in der sechsten Minute der Nachspielzeit kam das Unglück über Bayer. Der eingewechselte Uchenna Ogundu wurde im Strafraum von Montrell Culbreath zu Fall gebracht. Brand entschied richtigerweise auf Elfmeter und Fabian Rieder verwandelte sicher zum 2:1-Siegtreffer für den FCA (90.+7). Was für ein Finale furioso an diesem Jubiläumstag.

    FC Augsburg Dahmen – Chaves, Gouweleeuw, Zesiger – Fellhauer (81. Wolf), Massengo, Rieder, Giannoulis – Kade (81. Kömür), Claude-Maurice (60. Rexhbecaj) – Ribeiro (74. Ogundu)

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