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FC Augsburg
14.05.2022

Gregoritsch trifft spät - FCA gewinnt gegen Fürth

Der FC Augsburg gewinnt dank eines späten Treffers von Michael Gregoritsch gegen Greuther Fürth.
Foto: Matthias Balk, dpa

Mit einem 2:1 beendet der FC Augsburg die Spielzeit in der Fußball-Bundesliga. Lange Zeit erleben die Fans einen enttäuschenden Nachmittag, doch dann sorgt der Österreicher für einen versöhnlichen Saisonabschluss.

Wer glaubte, diese Spielzeit des FC Augsburg würde geräuschlos zu Ende gehen, der sah sich getäuscht. Mit dem letzten Saisonspiel gegen Greuther Fürth würde nicht Schluss sein, in den nächsten Tagen und Wochen werden den Fußball-Bundesligisten noch genügend Themen beschäftigen. Ungeklärt ist die Frage des Trainers. Womöglich hat Markus Weinzierl am Samstag sein Abschiedsspiel gegeben. Vor dem Spiel beim Warmmachen stand er jedenfalls auf dem Rasen und redete mit Spielern. Macht er selten bis gar nicht. Und dann kam am Freitagabend noch der überraschende Abschied von Vereinspräsident Klaus Hofmann hinzu, der den Klub nach enttäuschender Saison in einer unaufgeräumten Situation zurücklässt. Während des letzten Auftritts des FCA in dieser Saison war Hofmann schon nicht mehr im Stadion. Für ihn eigentlich undenkbar.

Für die Augsburger Spieler ging es darum, sich mit einem guten Eindruck in die Sommerpause zu verabschieden. Die jüngsten Heimauftritte gegen Hertha BSC (0:1) und den 1. FC Köln (1:4) wirkten ebenso nach wie das 0:4 bei RB Leipzig. Dort hatte Weinzierl noch mit einer Dreierkette experimentiert, die vor allem in der zweiten Spielhälfte Schwächen aufwies. Gegen Fürth hingegen kehrte Weinzierl zu seinem bevorzugten 4-4-2 zurück, in dem er vier Veränderungen gegenüber der Aufstellung in Leipzig vornahm. Die Außenverteidiger Robert Gumny und Iago kehrten zurück, ebenso begannen im Mittelfeld Arne Maier und im Angriff André Hahn. Letztlich mühten sich die Augsburger zu einem 2:1 (1:1) und behielten in der Tabelle den 14. Platz. Michael Gregoritsch sorgte mit seinem späten Siegtreffer zumindest noch für einen Sieg am Saisonende.

Niklas Dorsch bricht sich nach einem Luftduell das Schlüsselbein

Florian Niederlechner traf ans Außennetz (5.), ehe Hahn auf sich aufmerksam machte und nach Augsburger Ballgewinn im Strafraum unfair gestoppt wurde. Tobias Raschls ungestümen Einsatz bestrafte Schiedsrichter Tobias Reichel zurecht mit einem Strafstoß. Daniel Caligiuri schnappte sich den Ball, ehe er ihn unten links per Elfmeter versenkte (11.). Die Partie hatte begonnen, wie sich der FCA das gewünscht hatte: mit einer frühen Führung. Caligiuri scheiterte danach mit einem Freistoß an Fürths Torhüter Sascha Burchert (19.), ehe die Gäste andeuteten, dass sie nicht nur als Partygast dienen wollten.

Sie wagten sich in die Offensive und schlugen zu. Jessic Ngankam nutzte einen Ballverlust von Niklas Dorsch zu einem Flachschuss ins lange Eck (23.). Augsburgs anfänglicher Spielfluss ging zusehends verloren, auch wenn Reece Oxford nach einer Ecke zu einer Torchance kam (31.). In diese Phase fiel auch eine schlimmere Verletzung Dorschs, der nach einem Luftduell mit Ngankam unglücklich auf die linke Schulter fiel. Dorsch wurde mit einer Trage vom Feld gebracht, die Gikiewicz einem Sanitäter flugs entrissen hatte. Für Dorsch, der sich auf der Trage die Hand vors Gesicht hielt, kam Carlos Gruezo in die Partie. Dorsch hatte sich bei dem Zweikampf das Schlüsselbein gebrochen und wurde ins Krankenhaus gebracht.

Alfred Finnbogason absolvierte wohl sein letztes Spiel für den FC Augsburg

Mit der Hereinnahme von Raphael Framberger und Michael Gregoritsch sowie reichlich Pyrotechnik der aktiven Fanszene, die sogar zu einer kurzen Unterbrechung wegen des Rauchs führte, begann die zweite Spielhälfte. Für die Augsburger stand nochmals im Mittelpunkt, sich gut zu präsentieren. Doch wirklich überzeugend wirkte nicht, was die FCA-Profis dem Anhang auf den Rängen boten. Mancher sehnte sich wohl schon nach dem Freibier, dass ein Sponsor des FCA nach der Partie für die erzielten Heimtore ausschenkte. Fürth hätte nach einer unübersichtlichen Situation im Strafraum sogar beinahe noch die Führung erzielt (65.).

Weinzierl brachte Alfred Finnbogason in die Partie, der wahrscheinlich sein letztes Spiel für den FC Augsburg bestritt. Das Ankommen des Isländers war hart, in einem Zusammenprall mit Fürths Simon Asta holte er sich eine blutige Lippe ab. Asta trug fortan sogar einen Kopfverband. Die Partie schleppte sich dem Ende entgegen. Die Fürther konnten nicht, die Augsburger wollten nicht. Doch dann sorgte Gregoritsch mit seinem Treffer zum 2:1 (84.) doch noch für einen späten Glücksmoment und den erhofften Sieg am Saisonende.

FCA Gikiewicz - Gumny (46. Framberger), Gouweleeuw, Oxford, Iago - Dorsch (39. Gruezo), Maier (88. Moravek) - Caligiuri, Pedersen (46. Gregoritsch)- Hahn, Niederlechner (69. Finnbogason)

Tore 1:0 Caligiuri (11./FE), 1:1 Ngankam (23.), 2:1 Gregoritsch (84.) Schiedsrichter Reichel (Stuttgart) Zuschauer 27907

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15.05.2022

Auch gegen Fürth, das Alte Leiden: Der FCA schießt das 1:0 und hört dann auf Fußball zu spielen.
Dieses Manko und all die anderen Defizite kann der neue Trainer nun reparieren und abstellen, denn nach 12. Jahren Erstklassigkeit wird das 13. Jahr Dank der Mitbewerber sehr schwer werden, wenn es um Nichtabstieg und den Klassenerhalt geht.

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14.05.2022

Tja, Charakter ist immer so eine Sache. Nicht jeder hat einen! Aber wenn alle gehen, sollte Reuter mit gehen, denn nur dann kann man von einem kompletten Neuanfang sprechen. Genau dies wird aber mMn nicht erfolgen. Damit stellt sich die Frage, welcher Trainer traut es sich unter Reuter zu und wenn der neue Präsident, Reuter nicht sofort raus wirft, dann wird er auch die nächsten Jahre vermutlich nicht gehen und immer und immer wieder verlängert werden, solange nicht abgestiegen wird :-(

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14.05.2022

Reuter wird bestimmt nicht Charakter zeigen. Dieses Wort kennt der gar nicht. Es wäre zu schön um wahr zu sein.

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14.05.2022

Reuter und Charakter??

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14.05.2022

Nach all diesen Vorkommnissen wird wohl Reuter endlich Charakter zeigen und zurücktreten !

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14.05.2022

Das wäre wünschenswert. Alleine mir fehlt der Glaube Herr Johann M.

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