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FC Augsburg kämpft mit Torhüter Finn Dahmen um wichtige Punkte

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Der FCA und Torhüter Finn Dahmen stehen vor entscheidenden Wochen: „Ich bin sehr guter Dinge“

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    Torwart Finn Dahmen mit seiner typischen Übung: Er fokussiert seine Augen mit dem Zeigefinger.
    Torwart Finn Dahmen mit seiner typischen Übung: Er fokussiert seine Augen mit dem Zeigefinger. Foto: Markus Fischer, Witters

    Finn Dahmen hatte im Wortsinn Kopf und Kragen riskiert. Sichtbare Spuren hatte der Zusammenprall mit Bayern-Stürmer Luis Diaz glücklicherweise nicht hinterlassen, nach kurzer Verletzungspause war der Torhüter des FC Augsburg wieder einsatzbereit gewesen. Routinemäßig hatte er mit dem Zeigefinger die Augen fokussiert, dann hatte er weitergemacht. Dahmen war gegen die Münchner auf dem Posten gewesen und hatte so seinen Teil zum Überraschungssieg gegen den Seriensieger beigetragen. Auf die Frage, warum es nicht immer so laufe, antwortete er knapp: „Gute Frage.“

    Dahmen genoss den Erfolg. Gleichzeitig machte der 27-Jährige deutlich, dass der Sieg gegen den Meister nicht aus dem Nichts gekommen war. „In den letzten Wochen sind wir – wenn man das Gladbach-Spiel ausklammert – jeden Fall auf dem richtigen Weg“, betonte er. Der entscheidende Unterschied sei diesmal gewesen, dass die guten Phasen endlich belohnt worden seien. In anderen Spielen habe man ebenfalls kompakt verteidigt, Schlüsselmomente seien aber „gegen uns gelaufen“.

    FC Augsburg verfolgt einen klaren Plan

    Mit dem 2:1 fuhr der FCA ein Ergebnis ein, das im Abstiegskampf mehr sein kann als nur ein Ausreißer. Mit der Partie gegen den FC St. Pauli (Samstag, 15.30 Uhr, Sky) beginnt für den FCA eine Serie von Partien, in denen sich die Saison entscheiden kann. Es folgen Begegnungen mit Mainz, Heidenheim, Wolfsburg und Köln – allesamt Gegner aus dem eigenen Tabellenumfeld, gegen die Punkte deutlich schwerer wiegen als ein Coup beim FC Bayern. Es gilt, das „München-Gefühl“ zu konservieren – ohne sich von der Euphorie blenden zu lassen.

    Der wichtigste Rückschluss für die kommenden Wochen: Augsburg muss nicht zaubern, muss kein Spektakel abliefern, sondern kompakt verteidigen, die Struktur halten und entscheidend zuschlagen. In München funktionierte das, obwohl der FCA früh zurücklag. „Wir haben trotzdem daran geglaubt – auch nach dem 0:1“, bekräftigte Dahmen. Und dieses Durchhalten ist das, was gegen direkte Konkurrenten wie St. Pauli ebenso gefragt sein wird: nicht hektisch werden, nicht in Aktionismus verfallen, sondern im Spiel bleiben und am Plan festhalten.

    Der Druck in den nächsten Partien ist enorm. Die Spiele werden nicht nur mit dem Fuß entschieden, sondern auch durch mentale Stärke. In München bewies der FCA diese und drehte einen Rückstand. In der Kabine sei die Überzeugung zur Pause gewachsen: „Spätestens in der Halbzeit haben wir gesagt: Wir sind gut drin. Wenn wir das Spiel möglichst lange eng halten, dann geht hier was.“ Erstmals hatte er bei einem Sieg gegen den FC Bayern auf dem Platz gestanden, dieses „unfassbar gute Gefühl“ möchte er für die nächsten Wochen mitnehmen – wenngleich die Ausgangslage eine gänzlich andere sein wird. „Der Trainer wird uns wieder gut vorbereiten“, so Dahmen. Er fügte hinzu: „Und dann bin ich sehr guter Dinge.“

    Finn Dahmen möchte mit dem DFB-Team zur WM reisen

    Dahmen wird als Rückhalt gebraucht. In München zeigte er eine starke Leistung, wenngleich er beim Gegentor unglücklich aussah. Strafraumbeherrschung bleibt eine Schwäche des FCA-Torhüters. Die Bayern nutzten dies aus, blockten Dahmen und verhinderten so sein Eingreifen nach dem Eckstoß. Sein Fazit: „Dann ist es, glaube ich, sehr schwer.“ Gerade im Abstiegskampf wird Augsburg solche Standardsituationen allerdings noch besser verteidigen müssen – weil Spiele gegen direkte Konkurrenten oft durch eine Ecke, einen Freistoß oder einen zweiten Ball entschieden werden können.

    Die nächsten Wochen sind für ihn persönlich eine Art Bewährungsprobe. Im März stehen die nächsten Länderspiele an, die zugleich die Vorbereitung auf die Weltmeisterschaft 2026 einläuten. Dahmens großes Ziel bleibt das Turnier in den USA, Kanada und Mexiko. Der 25-Jährige möchte perspektivisch seinen Platz im Kader des DFB-Teams behalten. Doch die Chancen sind aktuell gering. Im internen Ranking liegen Marc-André ter Stegen, Oliver Baumann und Alexander Nübel vor ihm. Umso wichtiger wird für Dahmen, dass er in Augsburg konstant auf hohem Niveau liefert und Spiele wie in München bestätigt.

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