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FC Augsburg: „Sehr guter Tag“: Gregoritsch ist als Torschütze und Charakter in der FCA-Kabine gefragt

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„Sehr guter Tag“: Gregoritsch ist als Torschütze und Charakter in der FCA-Kabine gefragt

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    Michael Gregoritsch bejubelt sein zweites Tor. Es war der Augsburger Siegtreffer in der Partie gegen den FC St. Pauli.
    Michael Gregoritsch bejubelt sein zweites Tor. Es war der Augsburger Siegtreffer in der Partie gegen den FC St. Pauli. Foto: Harry Langer, dpa

    Da stand er also. Vor dieser imposanten Kulisse. Michael Gregoritsch riss die Arme in die Höhe, die Emotionen suchten sich ihren Weg. Vor der Augsburger Fantribüne hatte der Österreicher gerade zum zweiten Mal an diesem Nachmittag getroffen, es war das 2:1 und damit der Siegtreffer für den FC Augsburg gegen den FC St. Pauli. Ein besonderer Moment.

    Weil er genau zeigt, welche Qualitäten Gregoritsch hat. Der schnellste sei er nicht mehr, gab er hinterher lächelnd zu. Auch habe er seinen Spielstil verändert, was auf Kosten besserer Noten gehen könne, aber im Sinne der Mannschaft sei. Und dass ihm deren Wohl besonders am Herzen liegt, betonte Gregoritsch am Samstagnachmittag immer wieder.

    Natürlich sei das ein „sehr guter Tag“ gewesen, so Gregoritsch. Ein Stürmer freut sich immer über einen Doppelpack, für den Österreicher war es der siebte in der Bundesliga. Noch wichtiger aber sei für ihn gewesen, dass seine beiden Tore zu drei Punkten führten. Zum 2:1-Heimsieg gegen den FC St. Pauli und damit dem zweiten Erfolg in Serie. Und zu einer weiteren Entspannung in der Tabelle.

    FCA-Rückkehrer Gregoritsch kann es mit Kopf und Fuß

    Der 31-Jährige genoss den Nachmittag. Entspannt lief er nach Spielende durch die Katakomben, marschierte von Interview zu Interview. Musste davon erzählen, wie ihm dieser Doppelpack gelungen sei. Und was er für die Mannschaft und ihn selbst bedeute. Augsburgs Trainer Manuel Baum hatte sich für Gregoritsch in der Startelf entschieden, nachdem der Österreicher vor einer Woche in München zunächst auf der Bank gesessen hatte. Weil sich Baum durch die Körperlichkeit des 31-Jährigen die richtigen Attribute versprach, die es gegen St. Pauli braucht. Und Gregoritsch lieferte.

    Zunächst in der ersten Halbzeit mit dem Kopf, als er einen Eckball von Alexis Claude-Maurice über die Linie nickte. Und in Hälfte zwei, als er einen genialen Pass von Claude-Maurice mit einem eiskalten Abschluss veredelte. „Es war schon mein ganzes Leben meine Qualität, dass ich eine gewisse Ruhe habe“, sagte Gregoritsch. Dass er beim Torschuss eben nicht nervös wird, sondern genau weiß, was es zu tun gibt.

    Im Winter war Gregoritsch aus Kopenhagen zurück nach Augsburg gekommen. Zweimal stand er seitdem in der Startelf, keine Selbstverständlichkeit, „da ich ja kaum eine Vorbereitung hatte“. Gregoritsch aber kennt sich in Augsburg aus, er hatte hier schon einmal erfolgreiche Zeiten. Daran möchte er anknüpfen. „Ich habe eine coole Rolle in der Kabine bekommen“, sagte Gregoritsch, der nach dem derzeit verletzten Jeffrey Gouweleeuw der zweitälteste Spieler im Kader ist.

    Gregoritsch hat auch eine wichtige Rolle in der FCA-Kabine

    Entsprechend ist seine Erfahrung gefragt, sein verbindender Charakter. Es geht darum, Ruhe in die Kabine zu bringen. Momentan scheint das zu klappen. Weil sich alle Spieler daran beteiligen. „Wir sind ein komplettes Ganzes, eine komplette Gruppe aus gut 50 Leuten. Da sind alle gefragt“, sagte Gregoritsch. Er weiß aber auch: „Egal, was du in der Kabine sagst: Wenn du auf dem Platz nicht lieferst, hast du keine Akzeptanz.“ Beim Österreicher stimmt die Mischung. Er findet in der Kabine die richtigen Worte, zeigt aber auch Leistung. Nicht alleine durch die beiden Tore am Samstag gegen den FC St. Pauli.

    Nach seinem Wechsel im Januar hatte Gregoritsch davon gesprochen, dass sich der Kampf gegen den Abstieg bis in den Mai ziehen könne. Nach nun erfolgreichen Wochen scheinen die Augsburger auf einem guten Weg, frühzeitig für klare Verhältnisse zu sorgen. „Wenn wir so weitermachen, bin ich guter Dinge, dass wir auch in Mainz eine Rolle spielen können“, sagte Gregoritsch. Beim nächsten Spiel also am Samstag bei der derzeit womöglich formstärksten Mannschaft der Liga. Und darüber hinaus? „Ich bin sehr positiv gestimmt, wie wir die vergangenen Wochen angegangen sind. Ich will jetzt keine Kampfansage machen, aber wenn wir so weitermachen, gibt es keinen Grund, irgendwie aufzuhören“, sagte Gregoritsch.

    Der Österreicher ist von der Qualität der Mannschaft überzeugt. „Wir haben zwei, drei herausragende Einzelkönner, die sich super ins Team einfügen“, sagte er. Und Einwechselspieler, die immer wieder für Schwung sorgen können. Und mit Claude-Maurice eben „einen Künstler“, so Gregoritsch, „er kann auf dem Platz die magischen Momente liefern“. Wie das Zuspiel am Samstag vor dem 2:1.

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