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Einzelkritik: Harry Kane ragt beim Sieg des FC Bayern gegen den Hamburger SV heraus

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Bemitleidenswerte Hamburger bei Münchner Debütantenball: Harry Kane ragt heraus

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    Manuel Neuer hat schon etliche Treffer des FC Bayern bejubelt. Am Samstag kamen fünf obendrauf.
    Manuel Neuer hat schon etliche Treffer des FC Bayern bejubelt. Am Samstag kamen fünf obendrauf. Foto: Witters

    Die Hamburger können sich auch weiterhin die Fahrt zum FC Bayern sparen. Daran haben auch sieben Jahre in der zweiten Liga nichts geändert. Schon früh zeigten die Münchner, dass nichts zu holen sein wird. Am Ende stand ein souveräner 5:0-Erfolg. Die Einzelkritik:

    Manuel Neuer: Konnte das Spiel weitgehend entspannt von seiner privilegierten Position auf dem Feld verfolgen. Bejubelte routiniert die Treffer seiner Mannschaft und wehrte die wenigen Schüsse auf sein Tor souverän ab. Ein Spiel, wie er es schon etliche Male absolviert hat.

    Konrad Laimer: Hatte bei den ersten beiden Treffer seine Füße im Spiel. Der Österreicher war in der Defensive nur bedingt gefragt und schaltete sich daher häufig in die Offensive ein. Meistens gewinnbringend.

    Die Innenverteidigung des FC Bayern: beeindruckend konsequent

    Jonathan Tah: Ließ die Hamburger zusammen mit Upamecano früh wissen, dass es nicht zielführend sein wird, Bälle in die Spitze zu spielen. Ließ seine Gegenspieler elegant abtropfen.

    Dayot Upamecano: Handelte sich beim Stand von 3:0 eine Gelbe Karte ein. Die Definition von: unnötig. Wehrte ansonsten zusammen mit Partner Tah konsequent die wenigen Hamburger Vorstöße ab. Wurde zur Pause gegen Raphael Guerreiro ausgewechselt.

    Josip Stanisic: War so nett, den Hamburgern nach 17 Minuten mit einem Stellungsfehler die erste eigene Chance zu ermöglichen. William Mikelbrencis scheiterte aber an Manuel Neuer. Ansonsten nicht so offensiv wie Stanisic auf der gegenüberliegenden Seite, aber doch mit interessanten Dribblings durch das seltsam offen stehende Mittelfeld. Blieb in der zweiten Hälfte defensiv konzentriert, als einige seiner Mannschaftskollegen in den Schongang schalteten.

    Joshua Kimmich: Trieb das Münchner Pressing an, giftete auch noch beim Stand von 5:0 Gegenspieler an. Ein normaler Arbeitstag im Leben des Joshua Kimmich.

    Aleksandar Pavlovic: Betreibt Job-Sharing mit Leon Goretzka. Diesmal durfte der 21-Jährige von Beginn an spielen. Fing schnell an, für sich zu werben und schoss nach neun Minuten zum 2:0 ein. Ordnete hernach an der Seite Kimmichs gekonnt das Spiel. Holte sich allerdings in der Nachspielzeit der zweiten Hälfte noch Gelb ab. Ähnlich clever wie Upamecano. Tat aber nichts mehr zur Sache.

    Serge Gnabry befindet sich in bestechender Form

    Michael Olise: Gab Hamburgs Debütant Aboubaka Soumahoro den Intensivkurs „Wie verteidige ich einen Spitzenspieler“. Der Hamburger sah bereits nach 35 Sekunden Gelb. Das gefiel Olise gut.

    Serge Gnabry: Machte da weiter, wo Olise aufgehört hatte und erteilte Soumahoro die nächste Lektion. Er verleitete den bemitleidenswerten 20-Jährigen zu einem Handspiel im Strafraum. Kane verwandelte sicher. Gnabry hatte zuvor schon mit einem gleichwohl strammen wie platzierten Schuss zum frühen 1:0 getroffen. Durfte sich bereits nach 45 Minuten für Chelsea (am Mittwoch) schonen und in der Kabine bleiben. Gegenspieler Soumahoro erging es genauso. Der musste sich allerdings eher erholen.

    Luis Diaz: Findet sich bereits prächtig zurecht in der Münchner Offensive. Dass sein Schuss in der 29. Minuten den Weg ins Tor fand, lag allerdings am Hamburger Luka Vuskovic, der ihn unhaltbar abfälschte.

    Harry Kane: Zwei Treffer, einen weiteren vorbereitet, Elfmeter verwandelt: ein normaler Arbeitstag des Harry Kane. Dazu noch einige gepflegte Diagonalbälle, kicken kann er.

    Jackson und Bischof feiern Debüt für den FC Bayern

    Nicolas Jackson (ab 46. für Gnabry): Der Neuzugang vom FC Chelesa feierte sein Debüt für den FC Bayern. Hielt sich in der Sturmspitze noch merklich zurück. Die Partien, in denen er den Münchnern helfen soll, folgen noch.

    Raphael Guerreiro (ab 46. für Upamecano): Musste keine 20 Minuten nach seiner Einwechslung angeschlagen wieder vom Feld.

    Tom Bischof (ab 63. für Guerreiro): Kam nach seiner Blinddarm-OP zu den ersten Pflichtspielminuten im Dress des FC Bayern. Soll hinter Kimmich, Pavlovic und Goretzka als weitere Alternative im zentralen Bereich aufgebaut werden. Resolute Zweikampfführung und elegantes Passspiel lassen vermuten, dass das klappen könnte.

    Lennart Karl (ab 63. für Kane): Führte sich mit einem Dribbling samt folgendem sehenswerten Schuss ein. Er ist einer der Gründe, warum die Münchner nicht noch mehr Zukäufe getätigt haben. Das Eigengewächs soll Spielminuten erhalten. Bislang nutzt er sie nachdrücklich.

    Sacha Boey (ab 76. für Diaz): Durfte auch noch ein paar Minuten Spielpraxis sammeln.

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