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Flutlicht im Augsburger Rosenaustadion ist zu schwach und in Illertissen droht Verlegung des Pokalhits

Amateurfußball

Das Licht reicht nicht aus

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    Die Stärke des Flutlichts ist in Augsburg und Illertissen ein Problem.
    Die Stärke des Flutlichts ist in Augsburg und Illertissen ein Problem. Foto: Frank Scheuring (foto2press)

    Fußballspiele unter Flutlicht haben durchaus ihren Reiz. Vor allem an lauschigen Frühjahrs- oder Sommerabenden wird gerne unter diesen Bedingungen gekickt – und zieht auch im Amateurlager mehr Fans an als an einem Samstagnachmittag, wenn die Profis für zusätzliche Konkurrenz sorgen. Doch Flutlichtspiele haben längst ihre Tücken, wie die beiden Regionalligisten TSV Schwaben und FC Augsburg II jetzt erfahren müssen.

    Beide Teams treten - bevorzugt am Freitagabend - im Rosenaustadion an, wo bis 2009 im Scheinwerferlicht sogar noch in der 2. Bundesliga Fußball gespielt wurde. Doch das ist seit Ende August nicht mehr möglich. Der Bayerische Fußball-Verband (BFV) hat die zunächst bis 2025 befristete Ausnahmegenehmigung widerrufen, weil die erforderliche Lichtstärke nicht mehr erreicht wird. 400 Lux werden von Seiten des Deutschen Fußball-Bundes mittlerweile in der Regionalliga vorausgesetzt, jüngste Handymessungen ergaben in der Rosenau Werte zwischen 200 und 300 Lux.

    Neues Flutlicht in Augsburg würde 2,2 Millionen Euro kosten

    Das Problem lässt sich allerdings nicht leicht lösen, weil die Flutlichtmasten aus dem Jahr 1955 grundlegend erneuert werden müssen - und es für kaputte Lampen schlichtweg keinen Ersatz mehr gibt. Alle Altbestände sind aufgebraucht. Beide Augsburger Klubs bekamen nun eine Geldstrafe in Höhe von jeweils 30.000 Euro, die sich dann verringert, wenn bis 1. Februar 2026 der Mangel behoben ist. In dem städtischen Stadion haben die Vereine jedoch nur begrenzten Einfluss auf die entsprechende Erneuerung. Neue Masten plus leistungsstarke und weniger störanfällige LED-Strahler im denkmalgeschützten Rosenaustadion würden entsprechend einer Schätzung aus dem Jahr 2024 rund 2,2 Millionen Euro kosten.

    Illertisser Infrastruktur reicht nicht aus

    Der Ligarivale FV Illertissen hat sein Flutlicht schon angepasst, die für den sportlichen Alltag geforderten 400 Lux werden erreicht. Doch das reicht nicht, um in der 2. Hauptrunde des DFB-Pokals im Illerstadion antreten zu dürfen. Für diesen Wettbewerb hat der DFB 800 Lux als Minimum festgeschrieben, weil die Partie gegen den Zweitligisten 1. FC Magdeburg live im Pay-TV übertragen wird. Wobei die Lichtstärke nicht das einzige Problem ist, die Infrastruktur im kleinen Illertisser Stadion ist insgesamt für solch ein Spiel nicht ausreichend. Gibt es keine Ausnahmegenehmigung, werden die Illertisser für das vermeintlich größte Spiel der Vereinsgeschichte ins Ulmer Donaustadion ausweichen. Eine entsprechende Zusage dafür liegt bereits vor.

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