Fußball: Proteste, Demos und Blockaden zum WM-Start in Mexiko
Fußball
Proteste, Demos und Blockaden zum WM-Start in Mexiko
Zum Auftakt der WM blickt die ganze Welt auf Mexiko. Protestierende Lehrer und Angehörige von Vermissten demonstrieren auf den Straßen. Vor dem Aztekenstadion kommt es zu Ausschreitungen.
Von dpa|11.06.26 - aktualisiert:
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Angehörige von Vermissten machen zum WM-Auftakt auf das Schicksal ihrer Familienmitglieder aufmerksam.Foto: Felix Marquez/dpa
Protestierende Lehrer und die Angehörigen von Vermissten haben zum Auftakt der Fußball-Weltmeisterschaft in verschiedenen Regionen Mexikos für ihre Anliegen demonstriert. Direkt vor Tor 8 des Aztekenstadions kam es während der Eröffnungsfeier sogar zu Zusammenstößen zwischen teilweise vermummten jungen Demonstranten und der Polizei. In Mexiko-Stadt gingen radikale Mitglieder der Lehrergewerkschaft CNTE für die Rücknahme einer umstrittenen Rentenreform auf die Straße.
Angehörige von Vermissten forderten bei einem friedlichen Protestmarsch schnellere Ermittlungen und Gerechtigkeit für ihre Familienmitglieder. In Mexiko gelten rund 130.000 Menschen als vermisst, viele von ihnen dürften Opfer der organisierten Kriminalität geworden sein.
Im Bundesstaat Chiapas im Süden des Landes strandeten Dutzende Passagiere, weit protestierende Lehrer Teile des internationalen Flughafens nahe der Provinzhauptstadt Tuxtla Gutiérrez besetzten, wie der Fernsehsender Milenio TV berichtete. Im Bundesstaat Oaxaca übernahmen CNTE-Mitglieder die Kontrolle über Mautstationen und ein Logistikzentrum des staatlichen Erdölkonzerns Pemex.
Im Bundesstaat Guerrero demonstrierten die protestierenden Lehrer auf verschiedenen Landstraßen der Region und kündigten die Blockade von Banken in der Hauptstadt Chilpancingo an. In Tijuana im Norden des Landes blockierten Demonstranten die Zufahrt zum Grenzübergang Otay zu den USA.
Zum Schutz des WM-Auftakts sind zahlreiche Polizisten im Einsatz.Foto: Ginnette Riquelme/AP/dpa
Protestierende forderten vor dem WM-Start auch die Aufklärung tausender Vermisstenfälle.Foto: Felix Marquez/dpa
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