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Fußball: Was Heidenheim und Buckelwal Timmy vereint

Fußball

Was Heidenheim und Buckelwal Timmy vereint

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    Patrick Mainka kämpft noch um den Klassenerhalt mit dem 1. FC Heidenheim.
    Patrick Mainka kämpft noch um den Klassenerhalt mit dem 1. FC Heidenheim. Foto: Harry Langer, dpa

    Dem armen Meeressäuger Timmy sei natürlich auch von dieser Stelle alles, nun ja, also was eigentlich gewünscht. Es steht zu befürchten, dass sich der Buckelwal bereits im Jenseits Krebsgetier munden lässt, wenn diese Zeilen gelesen werden. Im übertragenen Sinne befindet sich Timmy derzeit, also zum Zeitpunkt des Verfassens dieser Zeilen, aber im gleichen Gischtbereich wie der 1. FC Heidenheim. Nicht Meer, nicht Strand. Nicht Fisch, nicht Fleisch. Oder um es mit den Worten von Innenverteidiger Patrick Mainka zu sagen: „Zu wenig zum Leben, zum Sterben zu viel.“

    Das 2:2 bei Borussia Mönchengladbach erhält den Heidenheimern die vage Möglichkeit, den Klassenerhalt doch noch zu schaffen. Viel wahrscheinlicher allerdings ist der Abstieg. Der ist immer auch ein Abschied und manchmal ist er für immer. Das wissen sie sehr genau in Berlin. Dort haben Tasmania, Blau-Weiß 90 und Tennis Borussia nur kurze Gastspiele im Oberhaus gegeben, ehe sie ihr Ableben in einem Konkurs fanden oder im Amateurfußball strandeten.

    Gleiches ist von den Heidenheimern freilich nicht zu erwarten. Zu potent ist der Klub in wirtschaftlicher Hinsicht, als dass ihm ein langsames Dahinsiechen beschieden sein sollte. Aber Erwartungen können auch trügen. Es erwartete beispielsweise kaum jemand, dass rund um Ostern ein Wal gleich mehrfach in Ostseebuchten stranden würde.

    Schon früher konnten die Klubs nicht mit dem FC Bayern mithalten

    Zu erwarten ist, dass es in der Champions-League zu einem prickelnden Duell zwischen dem FC Bayern und Real Madrid kommt. Beide haben mit dem 1. FC Heidenheim in etwa genau so viel zu tun wie mit Buckelwal Timmy. Natürlich wird in Heidenheim wie auch in Madrid und München Fußball gespielt. Genauso könnte aber angemerkt werden, dass Wale ebenso wie Menschen (und als besondere Spezies die Kicker von Real und Bayern) nach Luft hecheln. Die europäischen Spitzenklubs sind ihren nationalen Ligen entwachsen. Das ist nicht ausschließlich modernen Zeiten geschuldet. Tasmania und Co. konnten schon vor Jahrzehnten nicht mit den Bayern mithalten.

    Duelle zwischen den Top-Vereinen in der K.-o.-Phase der Champions League sind etwas Besonderes. Und in etwa gegenüberliegend einem maladen Buckelwal auf der Skala. Treffen die Kolosse aufeinander, darf all der Irrsinn des modernen Fußballs vergessen werden und Vorfreude herrschen. Die schönste Nebensache darf Hauptsache werden – und sogar noch wichtiger als der arme Timmy.

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