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FC St. Pauli verwirklicht Kita im Stadion

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FC St. Pauli verwirklicht Kita im Stadion

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    FC St. Pauli verwirklicht Kita im Stadion
    FC St. Pauli verwirklicht Kita im Stadion Foto: DPA

    Als weltweit angeblich erster Profi-Verein will der Zweitligist bis August 2010 in Zusammenarbeit mit der Hamburger "Pestalozzi"-Stiftung eine Kindertagesstätte in seine modernisierte Fußball-Arena am Millerntor integrieren. "Die Einzigartigkeit dieses Projektes erfüllt uns mit Stolz", sagt Präsident Corny Littmann.

    Die für 100 Kinder ausgelegte Kita wird zeitgleich mit der neuen Haupttribüne gebaut und füllt die Lücke zwischen Süd- und Haupttribüne aus. Alles in allem aber soll sie viel mehr als nur ein simpler Lückenbüßer sein. "Auch wenn noch alles in den Kinderschuhen steckt: Wir erhoffen uns schon viele positive Effekte", betont Christian Violka, Vorstand bei der "Pestalozzi"-Stiftung, die in der Hansestadt bereits zwei Kindertagesstätten betreibt.

    Vor drei Jahren entstanden die ersten Kontakte zwischen Violka und dem Hamburger Fußball-Traditionsclub, der als Bezwinger des damaligen Weltpokalsiegers FC Bayern München (2001) für Aufsehen sorgte. Nun steht die Idee kurz vor der Umsetzung: Zeitgleich mit dem Bau der neuen Haupttribüne entsteht die neue Kita für 2,5 Millionen Euro und bietet dann auf drei Etagen diverse Räumlichkeiten.

    "Unser Fokus liegt vor allem auf sozial schwächer gestellten Kindern", erklärt Violka. Der 47-Jährige ist Anhänger der "Kiez-Kicker", steht seit Jahren in der St. Pauli-Fankurve ­ und erfüllt sich nun auch selbst einen Traum. Ein Großteil der benötigten Gelder kommt aus öffentlicher Hand. "Ungefähr 70 Prozent" der Kosten würden aus dem Krippen-Ausbauprogramm des Bundes generiert, sagt Violka.

    Neben dem täglichen Kita-Betrieb ist beispielsweise angedacht, während der Heimspiele des Zweitligisten Betreuungs-Angebote für Babys und Kleinkinder zu unterbreiten. "Die Eltern könnten also mit ihren Kindern ins Stadion kommen, die Sprösslinge für 90 Minuten bei uns abgeben und sich dann in Ruhe das Spiel anschauen", sagt Violka. Auf diese Weise ist auch dem FC St. Pauli gedient: Der Fan-Nachwuchs wird im eigenen Haus herangezogen.

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