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Inter wittert Verschwörung - trotz Derbysieg

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Inter wittert Verschwörung - trotz Derbysieg

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    Inter wittert Verschwörung - trotz Derbysieg
    Inter wittert Verschwörung - trotz Derbysieg Foto: DPA

    Tabellenführer Inter fühlt sich in der italienischen Fußball-Liga von Verschwörern umzingelt. "Das stinkt doch. Sie wollen uns den Meistertitel nicht frühzeitig gewinnen lassen", schimpfte Inter-Trainer José Mourinho.

    "Heute wurde alles getan, damit wir nicht siegen", unterstellte der Portugiese Schiedsrichter Gianluca Rocchi offen Parteilichkeit, weil der gleich zwei Inter-Spieler vom Platz stellte und Verfolger Milan im Spitzenduell auch noch einen umstrittenen Elfmeter zusprach. Aber weder der tatsächlich katastrophale Rocchi noch der blasse Lokalrivale konnten den aufgebrachten Titelverteidiger bändigen. "Heute hätten sie uns allenfalls mit nur noch sechs Mann auf dem Platz geschlagen", tönte Mourinho.

    Nachdem Milito Inter in der zehnten Spielminute in Führung gebracht hatte, stellte Schiedsrichter Rocchi Weslej Sneijder in der 26. Minute wegen Meckerns vom Platz. "Das war ungerecht. Der Schiedsrichter war sehr schlecht", wetterte sogar der sonst eher zurückhaltende Inter-Präsident Massimo Moratti. Trotz Unterzahl erhöhte der Spitzenreiter in der 65. Minute durch Pandev auf 2:0, das Inter-Torwart Julio Cesar mit einer Elfmeterparade gegen Ronaldinho kurz vor Schluss sicherte. Lucio hatte den Ball im Strafraum an die Hand bekommen, wofür ihm Rocchi - wohl zu Unrecht - Rot zeigte.

    Nach dem 95. Derbysieg hat Inter (49 Punkte) den Tabellenzweiten Milan (40), der ein Spiel weniger ausgetragen hat, zumindest ein bisschen abgehängt. Der fünfte Meistertitel in Serie scheint greifbar nah - wären da nicht die von Mourinho vermuteten dunklen Mächte, die auch Club-Chef Moratti zu wittern glaubt: "Der Titel ist noch nicht gewonnen, weil uns ein Wind entgegen bläst", orakelte der Inter-Boss. Nun ist es im aufgeregten Fußball-Land Italien nur noch eine Frage der Zeit, bis die ersten Mafia-Schlagzeilen und Komplott-Geschichten erscheinen.

    Während Inter die Liga aufmischte, leckte Milan seine Wunden. "Wir sind enttäuscht, schauen aber jetzt nach vorn", sagte David Beckham, der gegen Inter sein schwächstes Spiel bislang zeigte. Auch Trainer Leonardo versuchte die dritte Saisonniederlage gegen den Stadtrivalen zu relativieren: "Wegen so eines K.o.'s gehen wir nicht zu Boden", betonte der Brasilianer.

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